Foto-Hotspot in Südtirol
Neue „Mautstation“ in den Dolomiten erregt Aufsehen
27.06.2026 – 15:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit einer neuen „Mautstation“ in Südtirol will man des Ansturms von Urlaubern Herr werden. Die Eigentümer verteidigen die Maßnahme.
In Italien erregt eine neue „Mautstelle“ die Gemüter. Am beliebten Aussichtspunkt Seceda in den Südtiroler Dolomiten kommt es wegen eines Bezahlzugangs erneut zu Diskussionen. Neben dem bereits vorhandenen Drehkreuz, um das ein Streit entbrannt ist, wurde entlang eines etwas tiefer verlaufenden Wanderwegs in den Grödener Dolomiten eine zweite „Mautstation“ eingerichtet.
Wer zum bekannten Foto-Hotspot mit Blick auf die Geislerspitzen will, wird hier dazu aufgefordert, nun fünf Euro in bar zu zahlen.
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Neue „Mautstation“ in den Südtiroler Dolomiten
Das Amt für Landschaftsschutz hat erste Kontrollen eingeleitet. Der betroffene Bereich liegt im Naturpark Puez-Geisler. Laut diversen italienischen Medienberichten soll dafür keine Genehmigung der Gemeinde St. Christina vorliegen. Bereits im vergangenen Jahr war ein ähnliches Drehkreuz nach Protesten wieder entfernt worden.
Die Grundeigentümer verteidigen die Maßnahme. Sie fühlen sich wegen des hohen Andrangs an Fototouristen von der Politik im Stich gelassen und betrachten den Bezahlzugang als eine Reaktion auf die aus ihrer Sicht unzureichenden Lösungen zur Bewältigung des Besucheransturms.

Drehkreuz-Debatte verstärkte den Andrang in den Südtiroler Alpen
Der Präsident der Südtiroler Provinzialgruppe des italienischen Alpenvereins (CAI), Carlo Alberto Zanella, beobachtete vor Ort lange Warteschlangen von Touristen aus aller Welt. Die Debatte um das Drehkreuz in den Dolomiten habe den Andrang eher noch verstärkt.
Während die „Mautstelle“ erneut die Gemüter erhitzt und wieder eine Debatte auslöst, haben auch andere italienische Urlaubsorte in Südtirol und speziell in den Dolomiten weitere Maßnahmen ergriffen, um dem Massenansturm von Urlaubern etwas Einhalt zu gebieten.
Für den Weg zu den Berggipfeln der Drei Zinnen beispielsweise wurde ein Shuttlebus eingerichtet. Auch Glurns in Südtirol hat reagiert. Die malerische Gemeinde hat Konsequenzen gezogen und aufgrund der Verkehrsbelastung ein weitgehendes Fahrverbot für die Altstadt erlassen.
Grundsätzlich könne man Besucherströme nicht verhindern, so Zanella weiter. Entscheidend seien jedoch klare Regeln und wirksame Kontrollen, um die Natur in dem sensiblen Berggebiet zu schützen.











