Auf welcher Position sollte Kimmich spielen?
Sein Einfluss ist als Rechtsverteidiger limitiert
27.06.2026 – 14:41 UhrLesedauer: 3 Min.
Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt aktuell auf Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger. Das könnte sich ändern.
Niederlagen wie jene vom Donnerstag in New Jersey verlangen stets nach Erklärungen. Da wäre zum einen das wenig resolute Vorgehen von Manuel Neuer beim Siegtreffer der Ecuadorianer. Dann wäre da das Argument von Bundestrainer Julian Nagelsmann, wonach sein Team infolge des frühen Führungstores nicht organisiert genug war. Oder Joshua Kimmichs Kritik am Siegeswillen der eigenen Mannschaft im Vergleich zu den nun für die K.-o.-Runde qualifizierten Südamerikanern.
Überall steckt ein Fünkchen Wahrheit drin. Jedoch sind diese Mängel innerhalb von drei Tagen nur schwerlich zu beheben. Neuer wird auch am Montag (22.30 Uhr im Liveticker bei t-online) im Tor stehen, weil der Bundestrainer unter keinen Umständen seine umstrittene Entscheidung, Oliver Baumann die Rolle als Nummer eins wieder abzuknöpfen, revidieren könnte. Auch die mentale Einstellung des Teams zu verändern, ist nur bedingt möglich. Wer in einem K.-o.-Spiel einer WM nicht 100 Prozent gibt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.
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Am ehesten kann Nagelsmann noch am taktischen Verhalten seines Teams arbeiten. Das teils unorganisierte Positionsspiel, wie es gegen Ecuador stellenweise zu sehen war, bietet einen Hebel, um anzusetzen. Aber darüber hinaus muss der Bundestrainer darüber nachdenken, personelle Umstellungen vorzunehmen. Und erneut sollte Kimmich eine zentrale Rolle in diesen Überlegungen spielen.
DFB-Team: Kimmich ist defensiv anfällig
Als Sechser im Mittelfeld gehört Kimmich zur europäischen Spitzenklasse. Seine Verlagerungsbälle gepaart mit Ballsicherheit und sehr viel Erfahrung in absoluten Druckspielen machen ihn zu einem der stärksten Sechser, die man aktuell finden kann. Als Rechtsverteidiger ist er jedoch nur gehobenes Bundesliga-Niveau. Wir befinden uns hier jedoch bei einer Weltmeisterschaft, bei welcher dieses Niveau an manchen Punkten nicht mehr ausreichen könnte.
Gegen Ecuador hatte Kimmich mehrfach Probleme auf seiner Seite – beispielsweise gegen den Ex-Leverkusener Piero Hincapié. Ecuadors Cheftrainer Sebastián Beccacece hatte für die Partie mit der DFB-Elf wieder auf eine Viererkette zurückgestellt. Hincapié kam als Linksverteidiger über die Außenbahn und stand oftmals sehr hoch – vielleicht auch, um Kimmich sowie Leroy Sané zu beschäftigen und bestenfalls zu überrennen.
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