Das Spiel gegen Ecuador war ein Warnschuss für die deutsche Mannschaft. Jetzt ist entscheidend, wie sie damit umgeht.
Deutschland hat das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Ein Rückschlag für das Team. Dabei fing das Spiel eigentlich gut an. Nach nicht einmal zwei Minuten ging die deutsche Mannschaft in Führung, und ich dachte: „Das wird heute ein Spaß.“ Ich hoffte, dass die Nationalelf eine Leichtigkeit entwickelt und einfach Freude am Spiel hat. Falsch gedacht.
Die erste Hälfte war zwar noch okay, die zweite dann aber sehr zerfahren. Von der deutschen Mannschaft war nur selten eine Spielidee zu sehen. Es fühlte sich an, als würde sie mit angezogener Handbremse spielen. Gleichzeitig war zu sehen, dass die deutsche Mannschaft Probleme mit physisch starken Gegnern hat. Was schon gegen die Elfenbeinküste zu erkennen gewesen war. Gegen einige Mannschaften hast du einfach einen körperlichen Nachteil. Den kannst du nicht komplett spielerisch lösen, sondern musst das robustere Spiel annehmen im Wissen, an der Stelle bist du etwas unterlegen. Doch das darf mental nicht blockieren. Stattdessen musst du versuchen, durch spielerische Lösungen den Nachteil so gering wie möglich zu halten.
Es ist nichts passiert
Das Spiel war ein Warnschuss zur richtigen Zeit. Und ich hoffe, dass er auch Wirkung zeigt. Denn ab jetzt bedeutet jede Niederlage das Aus. Entweder wir lösen jetzt die Handbremse und kommen wieder in einen Flow – oder wir fahren nach Hause.
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Ich bin optimistisch, dass die Mannschaft gut damit umgeht. Der Kader hat viel Qualität. Das Wichtigste ist, jetzt Ruhe zu bewahren und sich nicht von negativer Stimmung anstecken zu lassen. Als Trainerin würde ich der Mannschaft jetzt sagen: Es ist nichts passiert. Deutschland ist weiterhin Gruppensieger, und in der nächsten Runde: alles wie zuvor.
Manuel Neuer wirkt noch etwas gehemmt
Vorab: Ich bin ein riesiger Manuel-Neuer-Fan. Aber auch ich sehe, dass er sich bei dieser WM schwertut. Er kommt einfach nicht richtig ins Turnier rein, weil es die drei deutschen Spiele auch nicht hergaben: Es gab kaum Schüsse auf sein Tor. Und die, die es gab, waren schwer zu halten. Neuer machte keine krassen Fehler, aber er sah hie und da unglücklich aus. Das erste Gegentor gegen Ecuador fiel nicht seinetwegen, unhaltbar war der Schuss aber nicht.
Im Video | Dieses Tor schockt Deutschland
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