Laut Studie
Diese Blutdruckmittel haben die wenigsten Nebenwirkungen
26.06.2026 – 09:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Manche Menschen setzen Arzneimittel gegen hohen Blutdruck wegen Nebenwirkungen ab. Eine neue Studie hat nun untersucht, welche Wirkstoffe besonders gut verträglich sind.
Bluthochdruck zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch einige Patienten nehmen ihre Medikamente nicht weiter ein, weil sie Nebenwirkungen befürchten. Bei einer großen Meta-Analyse von 716 Studien mit mehr als 159.000 Teilnehmern stellte sich heraus, welche Blutdrucksenker am besten vertragen werden. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin „JAMA“ nachzulesen.
Sartane schneiden am besten ab
Für die Untersuchung werteten die Forscher Daten zu den fünf wichtigsten Gruppen von Blutdruckmedikamenten aus:
- ACE-Hemmer (wie Ramipril, Enalapril),
- Sartane (wie Candesartan, Valsartan).
- Betablocker (wie Metoprolol, Bisoprolol),
- Calciumkanalblocker (wie Amlodipin, Nifedipin) und
- Thiazid-Diuretika (wie Hydrochlorothiazid, Chlortalidon).
Das Ergebnis: Medikamente aus der Gruppe der Sartane (auch Angiotensin-Rezeptor-Blocker genannt) waren besonders gut verträglich. Patienten brachen eine Behandlung mit diesen Wirkstoffen seltener wegen Nebenwirkungen ab als Teilnehmer, die lediglich ein Placebo erhielten. Am besten schnitt die Kombination aus einem Sartan und einem Calciumkanalblocker ab.
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Kombinationen oft besser als Einzelwirkstoffe
Überraschend fanden die Wissenschaftler, dass einige Medikamentenkombis nicht nur wirksamer, sondern auch besser verträglich waren als einzelne Wirkstoffe.
Bei den folgenden Therapieschemata wurde die Behandlung insgesamt am seltensten abgebrochen, vier von fünf enthielten ein Sartan:
- Sartan plus Calciumkanalblocker
- Sartan plus Betablocker
- Sartan allein
- Calciumkanalblocker plus Thiazid-Diuretikum
- Sartan plus Thiazid-Diuretikum
Die Forscher vermuten, dass sich bestimmte Nebenwirkungen verschiedener Wirkstoffklassen gegenseitig abschwächen können.
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Diese Nebenwirkungen traten auf
Schwindel trat am häufigsten als unerwünschte Arzneimittelwirkung auf und wurde unter allen untersuchten Blutdrucksenkern öfter beobachtet als unter Placebo. Die Forscher betonen jedoch, dass dies auch eine Folge der gewünschten Blutdrucksenkung sein kann: Der Körper muss sich zunächst an die niedrigeren Werte gewöhnen.
Je nach Medikamentengruppe zeigten sich außerdem typische häufige Nebenwirkungen:
- ACE-Hemmer: trockener Reizhusten
- Calciumkanalblocker: Wassereinlagerungen in Beinen und Füßen
- Alle Wirkstoffgruppen: Schwindel, vor allem zu Therapiebeginn










