Gruppenfinale der WM
Nächster DFB-Gegner: Diese Teams sind wahrscheinlich
Aktualisiert am 26.06.2026 – 03:30 UhrLesedauer: 4 Min.
Vor den letzten WM-Vorrundenspielen beginnt das große Rechnen. Denn beim XXL-Turnier wurde nicht nur das Teilnehmerfeld vergrößert, sondern auch die Kriterien fürs Weiterkommen verändert.
Die Auswahl für den möglichen nächsten Gegner der deutschen Nationalmannschaft hat sich binnen weniger Stunden von 15 auf 8 Teams reduziert. Die DFB-Auswahl bekommt es in der ersten K.-o.-Runde mit einem Vorrundendritten zu tun – dieser kann aus den Gruppen A, B, C, D und F kommen.
Bei dem XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada, das von 32 auf 48 Teilnehmer vergrößert wurde, qualifizieren sich neben den zwölf Gruppensiegern und den zwölf Gruppenzweiten auch die acht besten Gruppendritten für die K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft. Insgesamt gab es vor Turnierstart daher 495 Konstellationen, wie sich die besten acht Vorrundendritten auf das Sechzehntelfinale verteilen lassen.
Eine konkrete Option für Deutschland ist dabei Schottland. Das Team hat die Vorrundengruppe C nach dem 0:3 (0:2) gegen Rekord-Weltmeister Brasilien auf Platz drei beendet und könnte für das Team von Trainer Julian Nagelsmann zum Rivalen im Sechzehntelfinale werden. Ob die Schotten es nach der hohen Brasilien-Niederlage aber in die K.o-Phase schaffen, darf noch bezweifelt werden. Aktuell belegen die Europäer im Ranking der Gruppendritten Platz sieben, sie dürfen also nur noch um einen Rang abrutschen.
Als weitere realistische Optionen gelten Australien und Paraguay, die in der Nacht zum Freitag (4.00 Uhr/MESZ) im direkten Duell die Plätze zwei und drei in Gruppe D unter sich ausmachen. Einige Gegner, die zuvor möglich waren, kommen nach den Partien in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) nicht mehr infrage: Die Schweiz, Kanada, Katar, Südafrika, Tschechien, Brasilien und Marokko haben allesamt nicht den dritten Tabellenplatz in ihrer Gruppe belegt.
Das sind die aktuellen Gruppendritten der WM 2026:
| Platz | Team | Spiele | Punkte | Torverhältnis |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Schweden | 3 | 4 | 7:7 |
| 2 | Ecuador | 3 | 4 | 2:2 |
| 3 | Bosnien-Herzegowina | 3 | 4 | 5:6 |
| 4 | Kroatien | 2 | 3 | 3:4 |
| 5 | Südkorea | 3 | 3 | 2:3 |
| 6 | Algerien | 2 | 3 | 2:4 |
| 7 | Paraguay | 2 | 3 | 2:4 |
| 8 | Schottland | 3 | 3 | 1:4 |
| 9 | Kap Verde | 2 | 2 | 2:2 |
| 10 | Belgien | 2 | 2 | 1:1 |
| 11 | DR Kongo | 2 | 1 | 1:2 |
| 12 | Senegal | 2 | 0 | 3:6 |
Neben den drei wahrscheinlichsten Optionen sind auch Bosnien-Herzegowina als Dritter der Gruppe B, Südkorea als Dritter der Gruppe A sowie Schweden aus Gruppe F weiterhin möglich. Das deutsche Sechzehntelfinale wird am Montag (22.30 Uhr/MESZ) in Foxborough bei Boston ausgetragen.
Auch die Fairplay-Wertung kann entscheiden
Die besten Gruppendritten der WM werden zunächst über die in der Vorrunde gesammelten Punkte ermittelt. Da nur jeweils drei Gruppenspiele stattfinden, dürften einige Teams am Ende punktgleich sein. Dann wird das Torverhältnis herangezogen. Anschließend entscheidet in absteigender Wichtigkeit die Anzahl der erzielten Tore aus den Gruppenspielen und die geringere Anzahl an Strafpunkten.
Für eine Gelbe Karte gibt es einen Punktabzug, eine Gelb-Rote Karte wird mit drei Minuspunkten bestraft und eine glatt Rote Karte mit vier. Sieht ein Spieler in einem Spiel erst Gelb und später glatt Rot, gibt das fünf Minuspunkte. Besteht auch nach der Fairplay-Wertung Gleichheit, entscheidet die höhere Platzierung in der Fifa-Weltrangliste.










