Neue Regelung
Olympia in München? IOC verkündet Änderung
24.06.2026 – 17:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim IOC soll die Vergabe der Olympischen Spiele künftig anders laufen. Profitieren könnten davon ehemalige Gastgeber – wie etwa München.
Bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im September entscheidet, welche Stadt ins Rennen geschickt wird, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Karten neu gemischt. Denn die Auswahlverfahren werden um eine zusätzliche Prüfphase erweitert. Das könnte Städte wie München bei der Auswahl begünstigen.
Die Neuerungen teilte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry zum Abschluss einer außerordentlichen Versammlung des IOC im schweizerischen Lausanne mit. Eine weitere Änderung: Die IOC-Mitglieder des IOC bekommen bei der finalen Abstimmung über die Gastgeber mehr Mitspracherecht.
IOC schraubt an Bewerbungsphase
Deutschland möchte sich für die Olympischen Sommerspiele, frühstens im Jahr 2036, bewerben. Die Auswahlverfahren dafür beginnen allerdings den neuen Verfahren zufolge erst vier Jahre zuvor. In diesem Fall würde der Vergabeprozess Mitte 2029 stattfinden. Damit wurde die durchschnittliche Zeit zwischen Vergabe und Ausrichtung der Spiele um drei Jahre verkürzt. Zum Vergleich: Die Entscheidung für die Sommerspiele in Paris 2024 fiel 2017, über die Spiele in Tokyo (geplant für 2020, pandemiebedingt verschoben auf 2021) wurde 2013 abgestimmt.

Eigentlich sollen die deutschen Kandidaten eher schlechte Chancen bei der Vergabe haben. Ländern wie Katar oder Indien hingegen werden bessere Chancen eingeräumt. Für die deutsche Bewerbung könnte die Änderung nun eine neue Dynamik bringen. Denn: Ein kürzerer Zeitraum zwischen Vergabe und Eröffnung der Spiele bedeutet auch weniger Zeit für aufwendige und umfassende Baumaßnahmen, zum Beispiel Straßen oder Sportstätten.
Neue Regelung begünstigt München
Das wiederum stärkt die Bewerber, die bereits eine entsprechende Infrastruktur besitzen. Und das sind vor allem Städte, die bereits in der Vergangenheit Olympische Spiele ausgerichtet haben – in Deutschland ist das bislang nur in München der Fall. Das ist auch ein zentraler Bestandteil des Olympia-Konzeptes der Landeshauptstadt.













