Nationalmannschaft auf Trainersuche
Bricht Italien mit einer Fußball-Tradition?
23.06.2026 – 16:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Italien braucht nach dem Aus von Gennaro Gattuso einen neuen Nationaltrainer. Bei der Suche geht der frisch gewählte Verbandschef womöglich ungewohnte Wege.
Für die Nationalmannschaft Italiens könnte erstmals ein ausländischer Trainer verantwortlich sein. Das hat der neue Präsident des italienischen Fußballverbands FIGC, Giovanni Malagò, in einem Interview mit der Zeitung „La Repubblica“ angedeutet. Bislang stand die „Squadra Azzurra“ stets unter einheimischer Führung.
Malagò sagte der Zeitung auf eine entsprechende Frage: „Man soll niemals nie sagen.“ Entscheidend sei weniger die Nationalität als Motivation und Überzeugung. Der neue Coach müsse Begeisterung ausstrahlen und von der Aufgabe überzeugt sein. Malagò betonte: „Er darf den Posten nicht nur wegen des Geldes übernehmen.“ Kandidaten mit überzogenen Forderungen hinsichtlich Zeitaufwand oder Verfügbarkeit kämen für ihn nicht infrage. Gesucht werde jemand, der sich voll auf die kommenden zwei Jahre konzentriere.
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Ein ausländischer Cheftrainer wäre ein Novum. Zwar gehörte in den 1950er-Jahren der Ungar Lajos Czeizler zeitweise zum Trainerstab der Nationalmannschaft, zuvor galt 1913/14 der Engländer William Garbutt als verantwortlicher Coach. Einen ausländischen Trainer im heutigen Sinn gab es in Italien jedoch bislang nicht.
Die Favoriten sind aber Italiener
Die Mitgliederversammlung des FIGC hatte Malagò am Montag zum neuen Präsidenten gewählt. Er steht vor der Aufgabe, einen Cheftrainer zu finden und die Nationalmannschaft nach den jüngsten Rückschlägen in der WM-Qualifikation neu aufzustellen.
Gehandelt werden dennoch vor allem Italiener. Als möglicher Kandidat gilt Roberto Mancini. Er hatte die Nationalmannschaft von 2018 bis 2023 betreut und 2021 zum EM-Titel geführt. Auf Mancini angesprochen, sagte Malagò: „Ich habe nicht mit Roberto gesprochen.“ Auch Antonio Conte ist im Gespräch. Der frühere Trainer der SSC Neapel hatte die „Squadra Azzurra“ zwischen 2014 und 2016 betreut.












