Es scheitert an einer Familie
Beliebtes Skigebiet vor dem Aus
22.06.2026 – 08:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Seit Februar ist ein Skigebiet in Österreich in finanzieller Schieflage. Eine Rettung des Touristenmagneten hat sich nun zerschlagen.
Die geplante Rettung des insolventen Abtenauer Skigebiets im österreichischen Salzburger Land ist gescheitert. Eine Grundeigentümerfamilie hatte in der vergangenen Woche die Verlängerung ihres Pachtvertrags bis 2045 verweigert. Damit steht das beliebte Skigebiet vor dem Aus.
Grundeigentümer Josef Grünwald sagte dem ORF: „Wir können wegen der Dinge, die hier vorgefallen sind, aber keinen Vertrag bis 2045 machen, weil wir kein Vertrauen haben.“ Seine Frau verwies auf die häufigen Führungswechsel. In den vergangenen 30 Jahren habe es durchschnittlich alle zwei Jahre einen neuen Geschäftsführer gegeben.
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Der Raiffeisenverband Salzburg wollte das Skigebiet übernehmen und gemeinsam mit dem Skigebiet Dachstein West neu aufstellen. Dafür benötigt er Planungs- und Rechtssicherheit bis 2045, betonte Raiffeisen-Sprecher Sigi Kämmerer. Die bestehende Vertragslaufzeit bis 2030 sei zu kurz gewesen.
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Sommergeschäft bricht Skigebiet weg
Die Bergbahnen waren im Februar in die Insolvenz gerutscht. Schneearme Winter und gestiegene Kosten beim Bau eines Speicherteichs hatten das Unternehmen in die Krise getrieben.
Der geplante Sommerbetrieb wird voraussichtlich nicht mehr stattfinden. Der Karkogellift und die Sommerrodelbahn könnten abgebaut werden. Fünf Beschäftigte verlieren ihre Arbeitsplätze.
Rund 60 Gläubiger bangen um ihr Geld. Ihre Forderungen belaufen sich auf mehr als 4,5 Millionen Euro. Die Insolvenzquote dürfte gering ausfallen, sagte Masseverwalter Markus Stranimaier.










