„Unfassbar“
Nach Unfall mit Todesfall: Bergungsarbeiten abgeschlossen
Aktualisiert am 21.06.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Münchner Norden hat sich ein schwerer Unfall mit zwei Güterzügen ereignet. Ein Mensch kam zu Tode, die Bergungsarbeiten sind mittlerweile beendet.
Im Münchner Stadtteil Milbertshofen sind in der Nacht zum Samstag (20. Juni) zwei Waggons eines Güterzugs von einer Brücke etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt. Bei einer zunächst lebensgefährlich verletzten Person bestätigte die Polizei am späten Vormittag, dass diese verstorben war.
Inzwischen ist die Bergung der Waggons abgeschlossen, beide befinden sich wieder auf den Schienen. Auch die Lastenkräne sind abgezogen worden.
Güterzug-Kollision: Ursache noch unbekannt
Der Unfall ereignete sich um 1.40 Uhr auf einer Eisenbahnbrücke über der Schleißheimer Straße, kurz nach der Kreuzung mit der Moosacher Straße. Demnach seien zwei Güterzüge beim Rangieren auf der Brücke zusammengestoßen. Die Ursache für die Kollision sei bislang ungeklärt. Durch den Zusammenstoß fielen zwei Waggons von der Brücke und blieben auf der Straße liegen.

Nach Polizeiangaben seien dadurch auch weitere Fahrzeuge beschädigt worden. Zum Zeitpunkt der Kollision der Züge sei auch ein Linienbus auf der Schleißheimer Straße unterwegs gewesen und von einem herabfallenden Gegenstand getroffen worden. Der Bus sei leicht beschädigt worden, der Fahrer blieb unverletzt. Fahrgäste waren nicht an Bord. Zudem seien sieben am Straßenrand geparkte Autos von Teilen getroffen und ebenfalls leicht beschädigt worden, teilte die Polizei mit.
Einsatzkräfte schockiert: „Unfassbar“
Die Bahnstrecke wird ausschließlich von Güterzügen benutzt, teilte eine Sprecherin der Bahn mit. Unweit der Unfallstelle befindet sich der Rangierbahnhof Nord, zu dem auch die Trasse führt, auf der die Güterzüge unterwegs waren. Einschränkungen im Regional- oder Fernverkehr gebe es laut Bahn nicht, weil auf der Strecke lediglich Güterzüge unterwegs sind.
Weshalb die Züge miteinander kollidierten und die Waggons von der Brücke fielen, ist bislang noch unklar. Auch zur Ladung der Waggons ist bis dato noch nichts Näheres bekannt. Nach wie vor bestehe allerdings keine Gefahr für die Bevölkerung, so die Polizei.

Auch die Einsatzkräfte zeigten sich von dem Vorfall schockiert. So sagte ein Sprecher der Münchner Feuerwehr laut dpa: „Dass zwei Züge miteinander kollidieren und von einer Brücke stürzen – unfassbar.“











