Bei türkischem WM-Spiel
Knallharter Schiedsrichter rückt in den Fokus
20.06.2026 – 11:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim WM-Spiel der Türkei gegen Paraguay fällt auch der Schiedsrichter. Bei einigen Fans kommt sein Auftreten gut an.
Iván Barton wurde eine ungewollte Ehre zuteil. Der Mann aus El Salvador durfte als erster Schiedsrichter eine neue Regel anwenden. Seit der WM ist es verboten, sich bei Gesprächen mit Gegenspielern die Hand vor dem Mund zu halten. Paraguays Miguel Almirón tat es im WM-Spiel gegen die Türkei am Samstagmorgen trotzdem. Gegner Mert Müldür machte sofort den Schiedsrichter darauf aufmerksam, der sich die Szene noch einmal am Video-Bildschirm anschaute. Anschließend schritt Barton auf den Platz und kündigte die Rote Karte lautstark an.
Im Video | WM-Rot nach neuer Fifa-Regel
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Aber auch in der Folge blieb Barton auffällig. Denn in der Schlussphase blieb er streng mit Paraguays Spielern. Die Südamerikaner, die 1:0 in Führung lagen, ließen sich bei ihren Aktionen gerne Zeit. Das missfiel dem Unparteiischen.
Als sich Paraguays Torwart Orlando Gill bei einem Abstoß Zeit ließ, marschierte Barton schnellen Schrittes auf ihn zu und machte klar: nicht mit mir. Als sich Gill in der Schlussphase dann mehrfach auf den Boden setzte und signalisierte, dass er medizinische Hilfe bräuchte, interessierte das den Unparteiischen nicht. Er forderte Gill auf, wieder aufzustehen und weiterzuspielen. Das medizinische Personal durfte nicht auf den Platz. Barton blieb knallhart.
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Im Netz wurde der 35-Jährige viel diskutiert. Ein Zuschauer schrieb beispielsweise lobend auf der Plattform X: „Er ist der Mann bei der WM mit der mit Abstand größten Ausstrahlung.“ Ein anderer wiederum war der Meinung: „Iván Barton hat noch nie ein Spiel geleitet, das nicht in einem kompletten Zirkus ausgeartet ist.“
„Nettigkeiten tauscht man da nicht aus“
Auch in der Sendung „Breakfast Club“ bei MagentaTV war der Schiedsrichter Thema. Aber weniger aufgrund seines Auftretens, sondern mehr aufgrund der Platzverweis-Premiere der neuen Regel.
Ex-Nationalspieler Jonas Hofmann analysierte: „Spätestens jetzt sind alle gewarnt. Dieses Szenario musste einmal passieren, dass wirklich alle gewarnt sind und der Videoschiedsrichter darauf achtet.“ Die Regel an sich findet Hofmann aber sinnvoll, denn: „Nettigkeiten tauscht man da nicht aus.“









