Bedarf im Ruhestand
Gut 900 Euro Rente pro Monat zu wenig? So schließen Sie die Lücke
Aktualisiert am 17.06.2026 – 06:46 UhrLesedauer: 6 Min.

Geht es um die Altersvorsorge der Deutschen, ist immer wieder die Rede von der Rentenlücke. Was man darunter versteht und wie groß sie sein wird.
Ein ausreichendes Einkommen im Alter – das wünscht sich wohl jeder. Doch die Rentenlücke mache vielen einen Strich durch die Rechnung, heißt es immer wieder. Wir erklären, was mit diesem Schlagwort genau gemeint ist, wie Sie Ihre Rentenlücke bestimmen – und erfolgreich schließen.
Rentenlücke: Was ist das?
Unter der Rentenlücke versteht man die Differenz zwischen dem Geld, das Sie im Ruhestand benötigen, und der erwarteten gesetzlichen Rente. Anders gesagt: Müssen Sie im Alter mehr Geld zur Verfügung haben, als Sie durch die Rente einnehmen, klafft eine Lücke.
Wenn Sie davon ausgehen, dass dies bei Ihnen der Fall sein wird, sollten Sie privat so viel vorsorgen, dass Sie die Lücke später selbst schließen können. Dazu müssen Sie aber wissen, wie groß Ihre Rentenlücke ist.
Wie berechne ich meine Rentenlücke?
Dafür sind drei Schritte nötig:
- Einnahmen im Alter bestimmen
- Ausgaben im Alter bestimmen
- Inflation und Rentenerhöhung einbeziehen
Beginnen wir mit den Einnahmen. Hierfür benötigen Sie die Renteninformation, die Ihnen die Deutsche Rentenversicherung jedes Jahr per Post zuschickt. Voraussetzung ist, dass Sie mindestens 27 Jahre alt sind und mindestens fünf Jahre lang Beiträge zur gesetzlichen Rente gezahlt haben.
Die Renteninformation gibt Ihnen nicht nur einen Überblick über den bisher erworbenen Rentenanspruch, sondern zeigt auch eine Prognose, wie viel gesetzliche Rente Sie zu Beginn Ihrer regulären Altersrente pro Monat erwarten können.
Wichtig: Die Berechnung basiert auf den Daten, die in Ihrem Rentenkonto gespeichert sind. Sie sollten also zunächst sichergehen, dass dort alle rentenrechtlich relevanten Zeiten hinterlegt sind – beispielsweise Zeiten der Kindererziehung, der ehrenamtlichen Pflege von Angehörigen oder Arbeitslosigkeit und Krankheit. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Rentenkonto auf dem neuesten Stand ist, können Sie eine Kontenklärung beantragen.
Dafür benötigen Sie das Formular V0100. Geben Sie dafür einfach die Ziffernfolge in die Formularsuche auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung ein. Erläuterungen zum Ausfüllen finden Sie im Formular V0110.
Alternativ können Sie sich telefonisch unter 0800/100 048 00 an die Rentenversicherung wenden und einen Termin zur Kontenklärung vereinbaren.
Sie wissen nun ungefähr, wie hoch Ihre Rente später ausfallen wird. Hundertprozentig genau kann die Berechnung allerdings nie ausfallen, da Ihre tatsächliche Rentenhöhe von vielen Faktoren abhängt. So können Sie zum Beispiel lediglich schätzen, wie sich Ihr Gehalt bis zum Rentenbeginn noch entwickelt. Bedenken Sie auch, dass eventuell noch Steuern abgehen. Lesen Sie hier, wann Sie als Rentner Steuern zahlen müssen.











