Droht eine Vollsperrung?
Lkw verstoßen gegen neues A4-Verbot – Spezialgerät soll helfen
Aktualisiert am 11.06.2026 – 15:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Lkw dürfen die marode A4-Brücke am Eifeltor eigentlich nicht mehr befahren. Doch viele ignorieren das Verbot – jetzt reagiert die Autobahn GmbH.
Seit Mittwochabend gilt auf der A4 in Fahrtrichtung Olpe zwischen den Anschlussstellen Köln-Klettenberg und Köln-Eifeltor ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen – doch offenbar halten sich daran zahlreiche Mehrtonner einfach nicht. Das fiel am Donnerstag zunächst einem Reporter des „Express“ auf.
Die Ignoranz der Lkw-Fahrer könnte Folgen haben, die auch Kölner Autofahrer die Fahrt vermiesen könnten. Denn der marode Zustand der Autobahnbrücke am Eifeltor bereitet den Experten der Autobahn GmbH Sorgen.
Sollten die jetzigen Maßnahmen nicht ausreichen, schließt die Autobahn GmbH eine vollständige Sperrung der A4 in Fahrtrichtung Olpe am Eifeltor bis zur Inbetriebnahme der Schrankenanlage nicht aus – dann könnten auch Autofahrer in Richtung rechte Rheinseite nicht über die A4 in dem Streckenabschnitt fahren.
- Massive Staus befürchtet: Autobahnkreuz bei Köln wird bis 2027 teilweise gesperrt
Vollsperrung der A4 droht – wenn Belastung für Eifeltor-Brücke nicht sinkt
Die Folge vermutlich: ein massives Verkehrschaos auf den Ausweichstraßen im Kölner Süden – hauptsächlich also dem Militärring und den Umgehungsstraßen in Hürth.
Eine Anfrage von t-online bei der Kölner Polizei, inwiefern Verstöße von Lkw-Fahrern seit Inkrafttreten des Verbots an dem A4-Abschnitt überhaupt dokumentiert und geahndet werden, blieb bis Donnerstagnachmittag unbeantwortet.

Silhouettenblitzer soll Lkws auf der A4 erwischen
Rückmeldung kam dagegen von der Autobahn GmbH Rheinland selbst: Eine Sprecherin teilte der Kölner Lokalredaktion von t-online mit, dass man selbst keine Kontrollen an dem Streckenabschnitt durchführen könne – das sei Aufgabe von Polizei und Ordnungsamt. Jedoch habe man zur Überwachung bereits einen sogenannten Silhouettenblitzer an der Strecke installiert. Dieser solle „zeitnah“ auch den rechten Fahrstreifen überwachen – dort, wo also die meisten Lkw ohnehin aufgrund der Verkehrsregeln zu erwarten sein dürften.
Die Sprecherin sagte t-online am Donnerstag: „Dieses System erkennt verbotswidrig fahrende Fahrzeuge automatisiert und ermöglicht eine Ahndung entsprechender Verstöße. Ziel ist es, die Einhaltung des Fahrverbots nachhaltig sicherzustellen und die Belastung des Bauwerks zu reduzieren.“
Und was ist mit der drohenden Vollsperrung der Autobahn, sollten die Lkw weiter über den Streckenabschnitt rollen? Laut der Sprecherin tue man „derzeit alles dafür, dass eine Vollsperrung verhindert werden kann. Dazu werden derzeit Maßnahmen entwickelt, um das Bauwerk für den verbleibenden Verkehr zu stabilisieren.“










