Bekannt aus Hollywoodfilmen
Auto-Legende startet in Deutschland
10.06.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Jahrzehntelang war er der Inbegriff des amerikanischen Muscle-Cars. Nun kommt der Hollywood-Klassiker erstmals regulär nach Europa. Doch unter der Haube bricht eine neue Ära an.
Bislang gab es den Dodge Charger in Europa nur über Umwege. Das ändert sich jetzt: Der Autokonzern Stellantis bringt das US-Modell erstmals regulär auf den Markt. Käufer können künftig zwischen Benzinern und Elektromotoren wählen.
Der Marktstart fällt mit einem Jubiläum zusammen: 2026 wird der Charger 60 Jahre alt. Seit seiner Premiere 1966 prägt er die amerikanische Sportwagen-Kultur. Seine Leistungsstärke und sein mehrfaches Erscheinen in Hollywoodfilmen machten ihn bei Generationen von Autofans berühmt und begehrt.
Der Charger ist Kinogeschichte. Sein Filmdebüt feierte das Modell 1968 im Klassiker „Bullitt“: In den Straßenschluchten von San Francisco lieferte sich Stuntfahrer Bill Hickman im schwarzen Dodge eine viertelstündige Verfolgungsjagd mit Hollywood-Superstar Steve McQueen im Ford Mustang. Das Brüllen des Achtzylinders machte den Wagen über Nacht zu einem Eckpfeiler des Action-Kinos.
Fortan war der Charger in Hollywood das Auto der harten Jungs – so wie 1986 im Psychothriller „Blue Velvet“. Das Erfolgsrezept des Ur-Modells: Ein riesiger V8-Motor mit 7,2 Litern Hubraum und 375 PS. Für damalige Verhältnisse war der Riese, der in unter sieben Sekunden auf Tempo hundert beschleunigte, einer der schnellsten US-Wagen überhaupt. Allein 1968 verkaufte Chrysler fast 100.000 Stück.
Das neue Design nutzt klassische Merkmale: eine lange Motorhaube und ein fließendes Coupé-Heck. Den Wagen gibt es als zweitüriges Coupé und als viertürige Limousine.
Dodge verbaut einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit zwei Turboladern. Das Triebwerk leistet je nach Ausstattung 309 kW (420 PS) oder 404 kW (550 PS). Wer auf Benzin verzichtet, greift zur Elektro-Variante namens Daytona. Diese Version leistet 394 kW (536 PS) oder 496 kW (670 PS).
Preise und den genauen Liefertermin nennt Stellantis noch nicht. Der Einstiegspreis dürfte laut Berichten bei rund 70.000 Euro liegen.










