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Home » AfD reist zu Putin in Sankt Petersburg: Bundesregierung reagiert
Politik

AfD reist zu Putin in Sankt Petersburg: Bundesregierung reagiert

By zeit-heute.deJuni 4, 20262 Mins Read
AfD reist zu Putin in Sankt Petersburg: Bundesregierung reagiert
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„Läuft deutschen Interessen zuwider“

Bundesregierung reagiert deutlich auf AfD-Reise zu Putin-Forum

Aktualisiert am 04.06.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 3 Min.

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Alice Weidel (l) mit Markus Frohnmaier: Er gehört der AfD-Delegation an. (Quelle: IMAGO/Arnulf Hettrich/imago)

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AfD-Politiker reisten nach Russland – zu einem Forum, das Putin persönlich besucht. Die Bundesregierung reagiert mit scharfer Kritik.

Die Bundesregierung hat die Teilnahme von AfD-Politikern an einem Wirtschaftsforum in Russland als schädlich für die Interessen Deutschlands kritisiert. Vizeregierungssprecher Steffen Meyer sagte am Mittwoch in Berlin, dass die Russland-Reise der AfD-Abgeordneten „deutschen Interessen klar zuwiderläuft“. Das Auswärtige Amt hatte der AfD nach Angaben seines Sprechers „explizit von den Reisen abgeraten, und wir haben sie informiert, dass die Bundesregierung diese Reisen nicht unterstützen wird“.

Der Außenamtssprecher sagte weiter, wer „durch die Teilnahme an staatlich organisierten Propagandaveranstaltungen“ den „Eindruck einer Normalität in unserem Verhältnis“ zu Russland erwecke, „läuft den außen- und sicherheitspolitischen Grundsätzen der Bundesregierung zuwider“.

An dem Wirtschaftsforum im russischen Sankt Petersburg nahmen für die AfD unter anderem die Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier und Steffen Kotré teil. Auch der sächsische AfD-Landesvorsitzende Jörg Urban und der Europapolitiker Petr Bystron waren unter den Teilnehmern.

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Im Video | Heftige Explosionen vor Putin-Treffen

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Quelle: t-online

AfD: Wollen helfen, Vertrauen aufzubauen

Der AfD-Außenexperte Frohnmaier rechtfertigte am Dienstag seine Reise gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: Er sehe seine Aufgabe darin, „unter schwierigen Bedingungen Gesprächskanäle offenzuhalten und deutsche Interessen zu vertreten“. Die deutsche Wirtschaft habe Interessen in Russland, die von der Bundesregierung ignoriert würden.

Sachsens AfD-Landeschef Urban sagte am Mittwoch dem Portal „Politico“, Russland habe „massiv“ Vertrauen in Deutschland verloren. „Wir wollen helfen, dieses Vertrauen wieder aufzubauen, um möglichst bald wieder in kulturellen und wirtschaftlichen Austausch mit Russland treten zu können.“

Die Bundesregierung begründete ihre Kritik an der Reise auch mit dem Verhalten Russlands im Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der Außenamtssprecher sprach am Mittwoch von „schlimmsten Verbrechen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung“. Deswegen verfolgten die Bundesregierung und die EU „die grundsätzliche Linie, Kontakte mit russischen Regierungsvertretern auf ein Minimum zu beschränken“.

Bundesregierung betont russische Kriegsverbrechen

Vizeregierungssprecher Meyer verwies darauf, „dass wir auch in den letzten Tagen erneut massive russische Angriffe gegen Zivilisten und die zivile Infrastruktur mit zahlreichen Toten und Verletzten gesehen haben in der Ukraine“. Die russischen Angriffe nähmen „wirklich ein erschreckendes Ausmaß inzwischen an“. Die Bundesregierung verurteile die Angriffe „auf das Schärfste“, sagte Meyer.

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