„Nicht leicht“
Lisa Müllers Zuchthengste: Wie viel verdient sie mit dem Pferdegut?
Aktualisiert am 04.06.2026 – 08:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Lisa und Thomas Müller haben sich getrennt. Gemeinsam zeigen sie sich noch immer auf der Homepage ihres Gestüts. Doch wie viel Geld steckt in Gut Wettlkam?
Im Jahr 2012 sind Dressurreiterin Lisa Müller und Fußballprofi Thomas Müller mit ihren Pferden auf Gut Wettlkam im oberbayerischen Otterfing eingezogen. Seit 2021 ist der Hof offiziell eine „EU-Besamungsstation“ für Dressurpferde. Damit können Interessenten direkt den Samen der Müller-Pferde erwerben. Wie es nach der am Mittwoch verkündeten Trennung des Ehepaars Müller mit dem Gestüt weitergeht, ob Lisa Müller allein übernimmt oder beide es weiterhin gemeinsam betreiben, ist nicht bekannt.
Auf der Webseite von Gut Wettlkam, auf deren Startseite sich Thomas und Lisa Müller weiterhin innig Arm in Arm zeigen, sind sechs Zuchthengste aufgeführt. Die teuersten davon sind Erste Sahne und Va Bene. Die Decktaxe beträgt bei ihnen in der ersten Rate, allein für die Besamung, 400 Euro. Sollte die Stute trächtig werden, fallen weitere 900 Euro an. Den tiefgefrorenen Samen der Zuchthengste auf Gut Wettlkam erhält man bereits für 600 Euro bis 800 Euro.
Lisa Müller holte Millionenpferd auf ihren Hof
Die Nachkommen der Hengste sind wertvoll. Auch die Müllers haben für die Tiere einst gemeinsam tief in die Tasche gegriffen. Für D’Avie etwa sollen sie laut der „Süddeutschen Zeitung“ im Jahr 2020 zwei Millionen Euro ausgegeben haben und holten ihn aus Dänemark zu sich.

Das Pferd war eine große Investition. Dazu sagte Thomas Müller mal im Interview mit dem „Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt“: „Als klar war, dass wir D’Avie nach Bayern holen, habe ich zu meiner Frau und ihrem Trainer Götz Brinkmann gesagt: Wenn der zu uns kommt, dann gibt’s da aber keine Kastration. So wertvolles Genmaterial, da machen wir nicht nur schnippschnapp und fertig.“
Doch auch durch die eigene Zucht kommt Geld rein. Im September 2025 wurde eines der Fohlen beim Chiemsee Festival in Ising für 35.000 Euro verkauft. Das damals knapp vier Monate alte Westfälische Reitpferd, die Fohlen-Stute Usha van de Kattevennen, brachte damit den höchsten Ertrag des Abends ein, wie das „Oberbayerische Volksblatt“ berichtete.
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