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Home » Klaus Wowereit warnt vor wachsender Intoleranz gegen Homosexuelle
Deutschland

Klaus Wowereit warnt vor wachsender Intoleranz gegen Homosexuelle

By zeit-heute.deJuni 4, 20262 Mins Read
Klaus Wowereit warnt vor wachsender Intoleranz gegen Homosexuelle
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„Ich bin schwul, und das ist auch gut so“

Berlins bekanntester Schwuler warnt: Die Toleranz bröckelt

04.06.2026 – 05:40 UhrLesedauer: 2 Min.

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Klaus Wowereit (Archivbild): 25 Jahre nach seinem „Das ist auch gut so“-Coming-out sieht der ehemalige Regierende immer noch Anfeindungen gegen Homosexuelle selbst in der oft toleranten Stadt Berlin. (Quelle: Picture Alliance/ROPI/dpa)

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Vor 25 Jahren schrieb Klaus Wowereit Geschichte. Heute zieht er eine Bilanz, die auch Berlin nicht schmeichelt.

Vor einem Vierteljahrhundert machte Klaus Wowereit mit einem einzigen Satz Geschichte. Heute sieht Berlins früherer Regierender Bürgermeister die gesellschaftliche Entwicklung mit gemischten Gefühlen.

„Es gibt Fortschritte, vor allem im rechtlichen Bereich. Gleichzeitig sehen wir aber auch gesellschaftliche Rückschritte“, sagte Wowereit in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa – 25 Jahre nach seinem öffentlichen Coming-out.

Klaus Wowereit: „Intoleranz wird geschürt und verstärkt“

Die Lage bereitet ihm Sorgen: „Man hat den Eindruck, dass es auch wieder zunimmt mit Intoleranz, Anfeindungen und Übergriffen. Das ist auch in einer toleranten Stadt wie Berlin ein großes Problem.“

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Als Gesellschaft müsse man aufpassen, solche Formen von Diskriminierung und Hass nicht zuzulassen, mahnte Wowereit. Seine Einschätzung fällt dabei deutlich aus: „Die Intoleranzen sind nicht weg, sondern werden teilweise geschürt und verstärkt. Das ist eine Entwicklung, die man sehr ernst nehmen muss.“

Ein Satz, der Geschichte schrieb

Als Ursachen nennt er zwei Faktoren: Zum einen gebe es Ängste in Teilen der Gesellschaft, die von bestimmten Parteien politisch instrumentalisiert würden. Zum anderen spielten kulturelle und religiöse Prägungen eine Rolle. „Wenn in bestimmten Religionen offen gegen Homosexualität gepredigt wird, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, dass junge Männer diese Haltung übernehmen“, so Wowereit.

Am 10. Juni 2001 hatte Wowereit auf einem Sonderparteitag der Berliner SPD sein Coming-out öffentlich gemacht. Mit den Worten „Damit auch keine Irritationen hochkommen, liebe Genossinnen und Genossen, ich sag’s euch auch und wer’s noch nicht gewusst hat: Ich bin schwul, und das ist auch gut so, liebe Genossinnen und Genossen“ wurde er berühmt. Anschließend regierte er die Hauptstadt bis Dezember 2014.

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