Drama in der Relegation
Wolfsburg steigt erstmals aus der Bundesliga ab
Aktualisiert am 25.05.2026 – 23:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Start in die Partie hätte für die Wölfe nicht besser laufen können. Doch das Blatt wendete sich schlagartig. Ein historischer Platzverweis hatte einen historischen Abstieg zur Folge.
Der VfL Wolfsburg steigt nach einem dramatischen Relegations-Rückspiel beim SC Paderborn erstmals aus der Fußball-Bundesliga ab. Nach dem 0:0 im Hinspiel verloren die Wölfe nach Verlängerung mit 1:2 und sind erstmals nach 29 Jahren wieder zweitklassig. Dabei hatte die Partie für das Team von Trainer Dieter Hecking äußerst vielversprechend begonnen.
So lief das Spiel
Nach nur drei Minuten brachte Dzenan Pejcinovic den VfL mit der ersten gefährlichen Aktion des Spiels in Führung. Nach flacher Hereingabe von Adam Daghim von der linken Seite, nahm der 21-jährige Angreifer den Ball direkt aus rund zwölf Metern und schob flach in die kurze Ecke ein.
Die Wolfsburger Freude vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Paderborner Stadion hielt jedoch nur ganze elf Minuten, bevor es einen gehörigen Dämpfer gab. Verteidiger Joakim Maehle leistete sich ein rüdes Foul im Mittelfeld, als er Mattes Hansen abräumte und zu Recht Gelb sah. Das Problem für den Dänen: Kurz zuvor hatte er nach einer Rangelei an der Außenlinie mit Paderborns Filip Bilbija bereits Gelb gesehen. Und so zeigte ihm Schiedsrichter Felix Zwayer folgerichtig die Gelb-Rote Karte (14.). Und die hatte historischen Charakter: Noch nie flog ein Spieler in der Relegation so früh vom Platz wie Maehle.

Paderborn übernahm fortan das Kommando, schnürte die Gäste aus Niedersachsen in deren Hälfte ein – und belohnte sich kurz vor der Halbzeit mit dem Ausgleich: Calvin Brackelmann verlängerte einen langen Einwurf von Kapitän Laurin Curda auf den zweiten Pfosten. Dort stand Bilbija goldrichtig und nickte per Flugkopfball zum verdienten 1:1 ein (39.).
Auch im zweiten Durchgang bestimmte der Zweitliga-Dritte in Überzahl das Geschehen, hatte eine Vielzahl von Gelegenheiten. Die beste: Der Pfostenschuss von Sebastian Klaas nach rund einer Stunde (61.).












