Sie furzen, beleidigen und pinkeln
Lehrer schildert Schulalltag am Abgrund: „So schlimm war es noch nie“
23.05.2026 – 12:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Schüler, die Lehrer provozieren, beleidigen oder ihre Genitalien zeigen: Ein pensionierter Lehrer berichtet über erschütternde Zustände an Schulen in Wien.
Ein pensionierter österreichischer Gymnasiallehrer schildert erschütternde Zustände aus dem Schulalltag an Wiener Schulen. Seine Erfahrungen zeichnen ein Bild von zunehmender Respektlosigkeit, ständiger Provokationen und Grenzüberschreitungen. Neben massiven Störungen des Unterrichts berichtet er von sexuellen Belästigungen und einer wachsenden Hilflosigkeit der Lehrkräfte.
Im Gespräch mit dem österreichischen Nachrichtenportal „Heute“ beschreibt der ehemalige Lehrer, wie Schüler gezielt versuchen, Lehrkräfte an ihre Grenzen zu bringen – nicht nur einmalig, sondern über lange Zeiträume hinweg. „Die machen das solange, bis der Kochtopf übergeht“, erklärt er. Besonders problematisch seien dabei Smartphones, die den Unterricht erheblich stören. Schüler würden während der Unterrichtsstunden Videos schauen, telefonieren oder sich anderweitig ablenken. „Da wird geklopft, gegrunzt und gefurzt“, so der Pensionist.
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Lehrerinnen werden sexistisch beleidigt
Doch die Störungen gehen laut dem Lehrer weit über das hinaus. Lehrerinnen würden mit pornografischen Begriffen beleidigt, und sobald sie darauf reagierten, werde ihnen teilweise Rassismus vorgeworfen. „Plötzlich steckt die Lehrerin mit ihrer Argumentation in einer Sackgasse, obwohl sie völlig berechtigt reagiert hat“, schildert er. Solche Situationen seien für die betroffenen Lehrkräfte besonders belastend.
Einige Provokationen beschreibt der Lehrer als geradezu bizarr. So habe sich ein ehemaliger Schüler regelmäßig vor die Tafel gestellt, belanglose Fragen gestellt und anschließend demonstrativ neben dem Lehrer laut gefurzt. „Danach setzte sich der Jugendliche einfach wieder hin und lachte.“
Jungs zeigen Genitalien und urinieren im Klassenzimmer
Auch sexuelle Übergriffe unter Schülern seien vorgekommen, etwa das Zeigen von Genitalien vor Mädchen oder das Belästigen von Mitschülerinnen. In einem besonders drastischen Fall habe ein Schüler mitten im Klassenzimmer uriniert.
Der pensionierte Pädagoge kritisiert, dass Lehrkräften in solchen Situationen oft die Hände gebunden seien. Die Möglichkeiten, gegen derartiges Verhalten vorzugehen, seien begrenzt. „Mehr als eine Suspendierung der Problemschüler ist in der Praxis nicht möglich“, erklärt er. Abschließend äußert er sich besorgt über die Entwicklung an Schulen: „So schlimm wie jetzt war es noch nie, und es wird nicht besser werden.“












