Peinliche Verkaufszahlen
Trump Phone: Sicherheitslücke zeigt Kundendaten
22.05.2026 – 16:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Sicherheitslücke bei Trump Mobile gibt persönliche Kundendaten frei. Aus den Daten geht zugleich hervor, wie wenige das T1 wirklich bestellt haben.
Über ein Datenleck auf der Bestellseite des US-Anbieters Trump Mobile sind persönliche Daten zahlreicher Kunden frei zugänglich gewesen. Den Berichten zufolge geht es um vollständige Namen, Wohnadressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Angaben zu den Bestellungen. Kreditkartendaten waren laut den vorliegenden Informationen nicht zugänglich.
Trump Mobile gehört zur Geschäftswelt von US-Präsident Donald Trump und verkauft neben Mobilfunkverträgen das angekündigte Smartphone T1. Auf der Seite für die Vorbestellung dieses Geräts trat die Lücke auf. Die beiden YouTuber Coffeezilla und penguinz0 machten auf das Problem aufmerksam, beide hatten das T1 selbst bestellt. Ein IT-Fachmann habe sie kontaktiert und mit ihren eigenen Daten belegt, dass diese frei abrufbar gewesen seien. Die Schwachstelle sei technisch einfach auszunutzen.
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Anbieter reagiert nicht auf Hinweise
Der Entdecker und mehrere Kunden hätten den US-Support von Trump Mobile über verschiedene Wege auf die Lücke hingewiesen, um sie schließen zu lassen, berichten die beiden YouTuber. Eine Reaktion sei ausgeblieben. „Wir alle sind auf Funkstille gestoßen“, sagte penguinz0. Erst danach seien sie an die Öffentlichkeit gegangen, um Neukunden zu warnen. Coffeezilla riet in seinem Video von Bestellungen ab: „Bestellen Sie nicht auf trumpmobile.com, es sei denn, Sie sind bereit, dass Ihre Daten offengelegt werden.“
Ob außer dem Entdecker bereits andere die Daten kopiert hatten, ist nach den Angaben unklar. Das Onlineportal „TechCrunch“ bat Trump Mobile um eine Stellungnahme und erhielt keine Antwort. Kurz nach seinem Video teilte Coffeezilla auf der Plattform X mit, die Lücke sei inzwischen geschlossen worden.
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Verkaufszahlen weit unter früheren Angaben
Der Zugriff auf das System legte zugleich die tatsächlichen Bestellzahlen offen. Aus den Daten gehe hervor, dass rund 10.000 Kunden etwa 30.000 Bestellungen aufgegeben hätten, in denen auch Mobilfunkverträge enthalten sein könnten. Zuvor war von etwa 590.000 Vorbestellungen die Rede gewesen, jeweils mit einer Anzahlung von 100 Dollar (etwa 86 Euro). Die nun einsehbaren Zahlen entsprächen rund fünf Prozent dieser Angabe.
Das T1 wurde vor etwa einem Jahr angekündigt, die Auslieferung verzögerte sich mehrfach. Die geringe Nachfrage könnte nach Einschätzung der YouTuber erklären, weshalb das Projekt bei den Verantwortlichen um Eric Trump und Donald Trump Jr. wenig Priorität genieße. Auch die Angabe zum Herstellungsort änderte sich: Aus dem Versprechen einer Produktion „Made in the USA“ wurde die Formulierung, das Gerät sei „mit Stolz in den USA montiert“.












