Es geht um 200.000 Euro
Dieses Finale verändert für ein Hamburger Amateurteam alles
22.05.2026 – 15:38 UhrLesedauer: 3 Min.
Zwei Amateurclubs kämpfen im Hamburger Landespokal-Finale um weit mehr als Prestige. Wer gewinnt, bekommt einen Platz im DFB-Pokal – und damit 200.000 Euro Prämie.
Das Finale im Hamburger Landespokal ist schon vor Anpfiff um 11.30 Uhr am Samstag (23. Mai) historisch. Denn keiner der Teilnehmer des Endspiels konnte den Wettbewerb bislang gewinnen, weder Vorwärts-Wacker Billstedt noch HEBC Hamburg aus Eimsbüttel. Für beide Vereine endet damit eine große Durststrecke: Vorwärts-Wacker steht erstmals seit 2011 im Finale, der HEBC musste darauf sogar schon seit 1983 warten.
Für die Clubs, die beide in der Oberliga (5. Liga) antreten, geht es nicht nur um das Prestige und die Trophäe, die der Pokalsieger bekommt. Richtig viel Geld steht auf dem Spiel: Wer den Landespokal gewinnt, darf in der 1. Runde des DFB-Pokals teilnehmen. Allein hierfür schüttete der DFB in der laufenden Saison eine Prämie von 211.886 Euro aus.
DFB-Pokalspiel bringt Geldsegen für Amateure
Hinzu kommen die Einnahmen aus dem Ticketverkauf für das DFB-Pokalspiel. Je nach Losglück kann auch das lukrativ für die Amateure sein: Als Eintracht Norderstedt 2025 den FC St. Pauli am Millerntor empfing, wurden alle rund 29.000 Eintrittskarten verkauft. Phönix Lübeck zog 2024 für das Pokalduell mit Borussia Dortmund ins Volksparkstadion, wo rund 50.000 Fans kamen und die Kasse entsprechend klingeln ließen.
Der HEBC zog mit Siegen über Viktoria Harburg, VfL Hammonia, TSV Buchholz 08, West-Eimsbüttel, SC Nienstedten und USC Palma ins Endspiel ein. In der Liga entging der Club als 13. mit einem Punkt Vorsprung knapp dem Abstieg.
Vorwärts-Wacker Billstedt: Dramatischer Weg ins Finale
Gleiches gilt für Vorwärts-Wacker Billstedt – wegen der leicht schlechteren Tordifferenz beendete der Verein die Saison als 14., punktgleich mit dem HEBC. Dafür war der Weg der Billstedter ins Finale ungleich dramatischer: Eigentlich war die Mannschaft schon im Viertelfinale so gut wie ausgeschieden.
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Im Viertelfinale am 10. März empfing Vorwärts-Wacker den SC Victoria auf der Sportanlage Öjendorfer Weg. Nach 64 Minuten lag „Vicky“ mit 3:1 in Führung, doch dann stoppte der Ausfall des Flutlichts das Spiel. Der Verdacht: Eine Dönerbude könnte den Stromkreis überlastet haben. Das Duell wurde abgebrochen und neu angesetzt.












