Kadaver extrem aufgebläht
„Der Wal kann jede Minute explodieren“
Aktualisiert am 22.05.2026 – 04:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Druck steigt: Während Helfer versuchen, den Walkadaver von der Küste der Insel Anholt wegzuschleppen, bläht er sich immer weiter auf. „Das ist gefährlich“, mahnt Wal-Experte Fabian Ritter.
Vor der dänischen Insel Anholt spitzt sich die Lage zu: Der verwesende Körper des Buckelwals „Timmy“ erinnert am Donnerstag an einen Luftballon kurz vor dem Platzen. „Der Wal kann jede Minute explodieren“, erklärt Wal-Experte Fabian Ritter t-online. „Die Explosionsgefahr ist jetzt schon gegeben.“
Er würde niemandem raten, sich jetzt noch in die Nähe des mit Verwesungsgasen gefüllten Meeresriesen zu trauen, sagt Ritter. Der Druck steige seit Tagen kontinuierlich an und habe inzwischen einen kritischen Punkt erreicht. „Es ist jetzt wirklich gefährlich.“
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Buckelwal Timmy: Ist die Obduktion gefährdet?
Damit er am Strand von Anholt keine Badegäste gefährdet, laufen Bemühungen, den Walkadaver zu bergen und per Schiff in den Hafen der rund 60 Kilometer entfernten Kleinstadt Grenaa zu schleppen. Laut Ritter wurde ein Seil an der Fluke befestigt. Dänischen Medien zufolge scheiterten aber mehrere Versuche, das Tier zu bewegen. Die Mission wurde am Donnerstag vorerst abgebrochen, das Schiff sei womöglich nicht stark genug, hieß es.
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Voraussichtlich soll der Wal nun über Pfingsten an Ort und Stelle liegen bleiben, bevor ein neuer Versuch gestartet wird. Das Ziel bleibt aber, den Kadaver in den Hafen von Grenaa zu bringen und dann zu zerlegen. Anschließend soll der Wal an anderer Stelle obduziert werden.
Aber kann das angesichts der akuten Explosionsgefahr überhaupt noch gefahrlos gelingen? Ritter dazu: „Das Beste wäre wohl, wenn sich der Körper während des Transportes leicht öffnet und Gase entweichen, ohne dass der Wal explodiert.“ Geschieht dies nicht und der Wal kommt in aufgeblähtem Zustand in Grenaa an, gebe es noch die Möglichkeit, den toten Körper gezielt mit einer Lanze zu punktieren. „Aber auch das ist nicht ohne Gefahr“, erklärt Ritter.
Wie dänische Medien berichten, bereitet sich der Hafen bereits auf die Ankunft des Wals vor. Wenn alles gut geht und das Tier Grenaa erreicht, soll es dort in einen sicheren Bereich gebracht werden. Die Verantwortlichen rufen die Bevölkerung dringend dazu auf, dem Hafen dann fernzubleiben.










