Schüsse auf Taxi in Düsseldorf
Jetzt sitzen Verdächtige in Einzelhaft – aus gutem Grund
Aktualisiert am 21.05.2026 – 16:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Mitten in der Düsseldorfer Innenstadt wird im Winter ein Taxi mit Schüssen attackiert. Das Opfer hat offenbar Verbindungen in die organisierte Kriminalität. Nun sitzen die Tatverdächtigen unter erhöhtem Schutz in Einzelhaft – aus gutem Grund.
Die drei Tatverdächtigen im Fall eines versuchten Mordattentat in der Düsseldorfer Innenstadt sitzen in Einzelhaft und stehen unter erhöhtem Schutz, wie der WDR am Donnerstag (21. Mai) berichtet. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte der Düsseldorfer Lokalredaktion von t-online die erhöhte Schutzmaßnahmen der Verdächtigen.
Ermittler befürchten demnach eine Gewalteskalation, weil aus dem Umfeld des Opfers Rache angedroht worden sein soll. Denn die Spur führt ins Milieu der organisierten Kriminalität: Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dass das niederländische 40-jährige Opfer der Neffe eines kurdisch-niederländischen Drogenbosses sei. Er sitzt sei zwei Jahrzehnten im Gefängnis und soll dem WDR zufolge eine Vergeltungstat angekündigt haben.
Spur führt zu „Daltons“
Auch die andere Seite gibt Anlass zur Sorge. Die drei Festgenommenen sollen Verbindungen zu den sogenannten „Daltons“ haben, berichtet der WDR. Medienberichten zufolge handelt es sich bei den „Daltons“ um eine kriminelle Gruppierung aus Istanbul, der unter anderem Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Gewaltdelikte vorgeworfen werden. Ermittler sehen Verbindungen nach Europa, auch nach Deutschland.
Ob und inwiefern die festgenommmen Verdächtigen eine Verbindung zu den sogennanten Daltons haben, sei Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Staatsanwaltschaft t-online mit.
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Der Angriff ereignete sich am Dienstag gegen 14.38 Uhr, mitten in der Düsseldorfer Innenstadt. Nachdem mehrere Augenzeugen den Notruf gewählt hatten, rückte die Polizei an. Wie die Polizei mitteilte, wurde nach den Schützen auch mit einem Polizeihubschrauber gefahndet. Der Hintergrund der Tat sei unklar. Fotos vom Tatort zeigen zehn Einschusslöcher in der Frontscheibe des Taxis.
Opfer war wohl nicht einziger Fahrgast
Die Angreifer sollen zu zweit gewesen sein, heißt es in dem Bericht weiter. Die „Rheinische Post“ berichtet unter Berufung auf den Taxiunternehmer sogar von drei Tätern. Ein Augenzeuge schildert der Lokalzeitung: „Die sind ausgestiegen und haben geschossen.“
Wie die „Bild“ schreibt, kamen die Angreifer zu dem Tatort in einem Auto des Fahrdienstleisters Uber – und flüchteten auch mit demselben Wagen. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien neben dem Influencer und dem Fahrer noch zwei weitere Personen in dem Taxi gewesen, heißt es in dem Bericht weiter. Nur der Niederländer sei von den Schüssen verletzt worden.












