Nach Virusausbruch
Für Crew von Kreuzfahrtschiff: Staat baut Quarantänedorf
18.05.2026 – 16:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach fast zwei Monaten kommt das Kreuzfahrschiff „Hondius“ wieder in den Niederlanden an. Ein Großteil der Besatzung darf trotzdem bisher nicht nach Hause gehen.
Etwa sieben Wochen nach dem zunächst unbemerkten Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist das Schiff wieder in den Niederlanden angekommen. Wie die Reederei Oceanwide Expeditions mitteilte, befand sich an Bord des Schiffs zu diesem Zeitpunkt noch eine Restbesatzung von 25 Seeleuten, einem Arzt und einer Pflegekraft. Alle von ihnen müssen sich nun isolieren.
Bei keiner der Personen, die sich zuletzt noch an Bord befanden, waren Symptome für die Virusinfektion festgestellt worden. Am Hafen Rotterdam soll die Besatzung der „Hondius“ erneut getestet werden. Für 23 von ihnen sollen Quarantäne-Unterkünfte an Bord und in Containern eingerichtet werden. Die zwei niederländischen Mitglieder der Besatzung dürfen sich zu Hause in Quarantäne begeben.
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Auch die Leiche der am 3. Mai auf dem Schiff verstorbenen deutschen Frau befand sich zum Zeitpunkt der Ankunft am Hafen noch an dem Bord der „Hondius“. Die Frau soll an einem Krematorium unweit des Flughafens Amsterdam eingeäschert werden, wie das Rotterdamer Gesundheitsamt der Nachrichtenagentur ANP mitteilte.

Wie die Gesundheitsbehörde Rotterdam erklärte, soll am Dienstag die Desinfektion und Reinigung des Schiffs beginnen. Sie soll voraussichtlich am Freitag beendet werden.
Laut der Reederei hatte die Kreuzfahrt am 1. April in Argentinien begonnen. Zu Beginn der Reise waren 170 Passagiere und Crewmitglieder aus 23 Ländern an Bord. Am 11. April gab es den ersten Todesfall auf dem Schiff, am 26. April starb seine Frau.
Am 10. Mai machte die „Hondius“ einen Zwischenstopp im Süden von Teneriffa. Die verbleibenden Passagiere wurden von dort mit Sonderflügen in ihre Heimatländer gebracht.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von insgesamt elf Infektionsfällen aus. Laut der WHO besteht für die Allgemeinheit keine Gefahr.












