600 neue Wohnungen
Stadt forciert Mega-Projekt am Bahnhof
14.05.2026 – 18:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Braunschweig will das Umfeld des Hauptbahnhofs großflächig neu gestalten. Geplant sind Wohnungen, Büros, mehr Grünflächen und ein neues Mobilitätskonzept. Ein weiterer großer Schritt ist nun erfolgt.
Nächster Meilenstein bei einem zentralen Großprojekt: Der Rat der Stadt Braunschweig hat den Bebauungsplan für das neue Bahnhofsquartier „Umfeld Hauptbahnhof“ beschlossen. Damit kann die Planung für das rund 18 Hektar große Stadtentwicklungsprojekt weiter vorangetrieben werden. Auch die Änderung des Flächennutzungsplans wurde beschlossen.
Das neue Quartier soll nordwestlich des Hauptbahnhofs in Richtung Innenstadt entstehen. Vorgesehen sind rund 600 Wohneinheiten, davon 30 Prozent im sozialen Wohnungsbau. Ergänzt werden sollen die Wohnungen durch Büros, Gastronomie, Gewerbe und soziale Einrichtungen.
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Veränderungen in der Kurt-Schumacher-Straße
Oberbürgermeister Thorsten Kornblum will durch das Vorhaben ein „modernes, nachhaltiges und lebenswertes Stadtviertel“ schaffen. Das Bahnhofsquartier solle ein „einladendes Entrée zur Stadt“ werden.
Geplant ist ein sogenanntes Quartier der kurzen Wege. Die Stadt will dafür große versiegelte Flächen aus der autogerechten Stadtplanung der 1960er Jahre umbauen. Verkehrsflächen sollen reduziert werden – insbesondere die Kurt-Schumacher-Straße. Gleichzeitig soll Viewegs Garten erweitert werden. Der Park soll neue Treffpunkte und Rückzugsräume bieten, vor allem für Kinder und Jugendliche.
Auch beim Verkehr setzt die Stadt auf Veränderungen. Vorgesehen sind unter anderem ein leistungsstarker öffentlicher Nahverkehr, neue Fuß- und Radwege, ein Fahrradparkhaus, ein neues Fernbusterminal sowie Quartiersgaragen für Autos.
Großes Bahnhofsquartier: So lautet der Zeitplan
Das Bahnhofsquartier grenzt an die geplante „Bahnstadt“ an, deren Planung bereits 2022 beschlossen wurde. Nach Angaben der Stadt gehören die meisten Flächen im Plangebiet Braunschweig. Weitere Flächen befinden sich im Besitz der Deutschen Bahn und einer Investmentgesellschaft.
Die Umsetzung des Projekts soll in drei Bauabschnitten erfolgen. Die ersten Bauarbeiten sind nach derzeitiger Planung ab Anfang 2030 vorgesehen. Zunächst sollen Infrastrukturprojekte wie Fahrradparkhaus, Quartiersgarage und Fernbusterminal gebaut werden. Danach ist der Umbau der Kurt-Schumacher-Straße geplant. Im letzten Abschnitt soll der Ring umgebaut werden, außerdem sind zwei Hochbauten an den Parkecken vorgesehen.











