Rücktritt und Comeback
Trainer-Chaos bei deutschem WM-Gegner
11.05.2026 – 19:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach einer Spielerrevolte wechselt Curaçao einen Monat vor dem WM-Beginn erneut den Nationaltrainer. En alter Bekannter kehrt zurück.
Trainerwechsel bei Deutschlands WM-Gegner Curaçao: Fred Rutten ist von seinem Job als Nationaltrainer des Karibikstaats nach nur drei Monaten und zwei Pflichtspielen zurückgetreten. „Es darf kein Klima entstehen, das gesunde professionelle Beziehungen sowohl innerhalb der Spielergruppe als auch des Trainerstabs untergräbt. Daher ist es ratsam, zurückzutreten“, teilte Rutten in einer Mitteilung des Verbands mit.
Dafür soll sein Vorgänger Dick Advocaat das Amt wieder übernehmen. Das berichtet die niederländische Tageszeitung „AD“. Der 78-Jährige hatte Curaçao zur ersten WM-Teilnahme geführt, war jedoch zu Jahresbeginn zurückgetreten, um sich um seine erkrankte Tochter zu kümmern.

Da die Arbeitsweisen der Trainer jedoch so unterschiedlich waren, protestierten zahlreiche Spieler vergangene Woche in einer Telefonkonferenz bei Verbandspräsident Gilbert Martina gegen Rutten und forderten Advocaat zurück. Dabei erhielten sie Unterstützung von Atilay Uslu, dem Inhaber des Reiseunternehmens Corendon, dem größten Sponsor des Verbands. Er kündigte das Ende der Zusammenarbeit nach der WM an, falls Rutten Trainer bleibt.
Pressekonferenz für Dienstag angekündigt
Verbandspräsident Martina wollte diesem Druck jedoch zunächst nicht nachgeben und erteilte einem Trainerwechsel eine Absage. Doch Montagmorgen soll allen Beteiligten klar geworden sein, dass eine Zusammenarbeit nicht möglich sei. Eigentlich sollte am Dienstag der WM-Kader in Willemstad vorgestellt werden.
Es soll zwar eine Pressekonferenz stattfinden, die Mannschaft wird jedoch nicht vorgestellt. Advocaat soll laut „AD“ zuvor deutlich gemacht haben, als Nationaltrainer wieder zur Verfügung zu stehen. Seiner Tochter soll es mittlerweile besser gehen.
Curaçao trifft am 14. Juni im ersten WM-Gruppenspiel in Houston auf Deutschland. Anschließend geht es noch gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni).












