Erinnerungen an Mordserie
TV-Moderatoren sprechen über „Menschenfresser“
09.05.2026 – 15:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Joachim Llambi und Jan Hofer gehören zu den bekanntesten TV-Persönlichkeiten Deutschlands. In Köln sprechen sie über eine Mordserie, die sie bis heute umtreibt.
In Köln widmet sich eine neue True-Crime-Ausstellung dem Phänomen „Serienkiller“. Bei der Eröffnung waren auch TV-Moderator Joachim Llambi und der ehemalige Tagesschausprecher Jan Hofer vor Ort, um sich ein Bild von der Ausstellung an der Oskar-Jäger-Straße zu machen. Beide verbinden mit dem Thema Erinnerungen an eine Mordserie, die 1955 begann und Deutschland bis in die 1970er-Jahre hinein erschütterte: der Fall von Joachim Kroll, dem „Menschenfresser von Duisburg“.
Kroll tötete in einem Zeitraum von rund 40 Jahren bis zu 14 Menschen, wurde 1982 jedoch nur für acht nachgewiesene Morde zu einer neunfachen lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Seine Mordserie endete sechs Jahre zuvor – wegen einer verstopften Toilette. 1976 alarmierte ein Nachbar von Kroll die Polizei.
Der Mörder hatte behauptet, ein Kaninchen die Toilette heruntergespült zu haben, weswegen sie verstopft sei. Tatsächlich aber hatte Kroll versucht, auf diese Weise die Eingeweide eines entführten Mädchens zu versorgen. In seiner Wohnung fanden die Polizisten weitere Leichteile, die teilweise in einem Kochtopf schwammen.
Jan Hofer beschäftigen Fälle von Rebecca Reusch und Fabian.
Die grausamen Verbrechen des „Menschenfressers“ entsetzten damals auch Joachim Llambi, der in Duisburg geboren wurde und aufgewachsen ist. Wie er im Gespräch mit der Kölner Lokalredaktion von t-online erklärte, habe er als Jugendlicher einen Prozesstag gegen Kroll vor Gericht verfolgt. Er habe den Mann sehen wollen, der diese Taten begangen hat. „Das faszinierende ist, dass Menschen zu so etwas fähig sind“, sagte der Moderator bei der Eröffnung zur Serienkiller-Ausstellung.
Als er Kroll dann vor Gericht gesehen habe, hätte ihn dessen Unscheinbarkeit verwundert. „Das war so ein kleines Männeken“, schilderte Llambi. „Wie konnte das alles passieren?“ Auch Jan Hofer erinnert sich gut an den Fall des Kannibalen aus Duisburg. Mehr noch aber treibe ihn der Fall von Rebecca Reusch um, die seit dem Jahr 2019 verschwunden ist und mutmaßlich zum Opfer eines Tötungsdelikts wurde.












