Drei Tote durch Hantavirus
Spezialkräfte holen Deutsche von Seuchenschiff nach Düsseldorf
Aktualisiert am 06.05.2026 – 13:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Menschen werden von der „MS Hondius“ ausgeflogen. Darunter soll sich auch eine Deutsche befinden – sie kommt auf die Hochsicherheitsstation der Uni-Klinik Düsseldorf.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird ein Passagier des Kreuzfahrtschiffs „MS Hondius“ nach Deutschland gebracht. Dabei soll es sich der „Bild“-Zeitung zufolge um eine Kontaktperson des deutschen Todesopfers handeln, das auf dem Schiff starb. Der Zeitung zufolge ist es eine Frau aus Deutschland, die jetzt nach Düsseldorf gebracht werden soll.
Im Video | Passagier spricht über Lage an Bord des Kreuzfahrtschiffs
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Auch die „Rheinische Post“ berichtete, Spezialisten am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) stünden bereit. Auf der Sonderisolierstation der Klinik werde ein Passagier des Kreuzfahrtschiffs erwartet. Die Düsseldorfer Feuerwehr übernehme mit einem Spezialfahrzeug den Transport. Insgesamt seien 17 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen der Feuerwehr Düsseldorf unterwegs nach Amsterdam, um dort die Person aufzunehmen.
Die Uni-Klinik Düsseldorf erklärte, bei der Person handele es sich „ausdrücklich nicht um einen bestätigten Infektionsfall, sondern um eine bisher asymptomatische Kontaktperson“. Auf der Infektionsstation des Universitätsklinikum würden „vorsorglich eine klinische Ersteinschätzung sowie infektiologische Untersuchungen“ erfolgen.
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte unterdessen, dass am Mittwoch drei mutmaßliche Hantavirus-Patienten von Bord der vor den Kapverden liegenden „MS Hondius“ gebracht worden seien. Es soll sich um eine 65 Jahre alte Person aus Deutschland, eine 56 Jahre alte Person aus Großbritannien und eine 41 Jahre alte Person aus den Niederlanden handeln. Zwei Spezialflugzeuge sollen die Patienten nach Amsterdam fliegen.
Die WHO arbeite mit den Schiffsbetreibern daran, die Gesundheit von Passagieren und Besatzung engmaschig zu überwachen und gegebenenfalls Evakuierungen zu veranlassen. „In dieser Phase bleibt das gesamte öffentliche Gesundheitsrisiko niedrig“, erklärte der WHO-Chef weiter.
Auf der „Hondius“ waren drei Menschen nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben – ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau. Ein Passagier der „Hondius“ ist nach seiner Rückkehr in die Schweiz nun positiv auf das Hantavirus getestet worden. Er wird derzeit im Universitätsspital Zürich behandelt, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.
Der Patient sei zusammen mit seiner Ehefrau Ende April von seiner Reise nach Südamerika zurückgekehrt. Nach Auftreten von Krankheitssymptomen habe er das Krankenhaus aufgesucht.











