Gegen Trumps Willen
US-Notenbank lässt Leitzins unverändert
29.04.2026 – 20:06 UhrLesedauer: 1 Min.
Mitte Mai endet die Amtszeit des Chefs der US-Notenbank. Jerome Powells letzte wichtige Entscheidung dürfte dem US-Präsidenten nicht gefallen.
Die US-Notenbank Fed hat ihre Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen. Die Zinsspanne verharrt bei 3,50 bis 3,75 Prozent, wie die Fed am Mittwoch in Washington bekannt gab. Bankvolkswirte hatten diese Entscheidung im Schnitt erwartet. Bereits auf ihren beiden vorherigen Sitzungen Ende Januar und Mitte März hatte die Notenbank die Leitzinsen nicht angetastet.
Im vergangenen Jahr hatte die Fed die Leitzinsen dreimal um jeweils 0,25 Prozentpunkte reduziert. Das aktuelle Umfeld ist angesichts des Iran-Kriegs und deutlich gestiegener Rohölpreise durch große Unsicherheit geprägt.
Die Notenbank steht weiter unter großem Druck durch US-Präsident Donald Trump, der immer wieder Leitzinssenkungen fordert und Notenbankchef Jerome Powell scharf kritisiert. Dessen Amtszeit als Vorsitzender endet am 15. Mai. Es ist aber fraglich, ob sein designierter Nachfolger Kevin Warsh bis dahin vom Senat bestätigt ist.











