Alkoholkonsum in Deutschland
In diesen Bundesländern wird besonders viel getrunken
29.04.2026 – 13:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Konsum alkoholischer Getränke bleibt in Deutschland auf einem hohen Niveau. Aber in einigen Bundesländern ist der Konsum besonders problematisch.
Die Deutschen trinken weniger Alkohol als früher, aber noch immer zu viel. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Demnach trinken die Menschen hierzulande im europäischen Vergleich überdurchschnittlich viel Alkohol – nämlich knapp elf Liter pro Kopf gegenüber dem Durchschnitt von neun Litern. Ein Getränk ist dabei besonders beliebt.
Doch nicht nur in Europa gibt es Unterschiede. Auch innerhalb Deutschlands trinken einige Bundesländer mehr als andere.
Eine Auswertung des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung zeigt, wie stark sich ein schädlich hoher Alkoholkonsum, der Alkoholmissbrauch, zwischen den Bundesländern unterscheidet.
Den höchsten Wert verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern. Hier zeigen 18,81 von 1.000 Einwohnern einen missbräuchlichen Alkoholkonsum. Dahinter folgen Sachsen mit 16,65 und Sachsen-Anhalt mit 15,82. Auch Stadtstaaten wie Bremen (15,68) und Berlin (15,55) liegen deutlich über dem Durchschnitt. Dieser beträgt bundesweit 12,46 Fälle je 1.000 Einwohner. Am unteren Ende stehen Rheinland-Pfalz (10,36), Hessen (10,88) und Baden-Württemberg (10,94). Die Daten stammen aus dem Jahr 2023.
Experten sind sich inzwischen einig, dass es keinen risikofreien Konsum von Alkohol gibt. Bereits moderate Mengen von ein bis drei alkoholische Getränke pro Woche sind mit einem Krankheitsrisiko verbunden – wenn auch mit einem geringen. Mit steigendem Konsum wächst auch das Risiko für Folgeschäden.
In einer Auswertung des Robert Koch-Instituts gaben knapp ein Drittel der Deutschen an (32,5 Prozent), drei oder mehr alkoholische Getränke pro Woche zu trinken. Damit zählen sie zu der Gruppe mit moderatem bis hohem Krankheitsrisiko. Männer sind deutlich häufiger betroffen: 44 Prozent von ihnen trinken riskant, bei Frauen sind es 21 Prozent. Besonders häufig zeigt sich dieses Verhalten bei Menschen zwischen 45 und 64 Jahren sowie bei Älteren. Auch laut der Barmer-Auswertung trinken Menschen zwischen 50 und 79 Jahren besonders viel.












