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Home » Online-Plattform ist nach Betrugsvorwürfen insolvent
Wirtschaft

Online-Plattform ist nach Betrugsvorwürfen insolvent

By zeit-heute.deApril 29, 20262 Mins Read
Online-Plattform ist nach Betrugsvorwürfen insolvent
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Betrugsvorwürfe und Kundenbeschwerden

Nichts geht mehr: Ankaufsplattform Cleverbuy ist insolvent

Aktualisiert am 29.04.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

„Aus Rechtsgründen“: Cleverbuy bittet Kunden, nichts mehr einzusenden. (Quelle: Screenshot)

Gegen Verantwortliche der Plattform Cleverbuy laufen Betrugsverfahren, während die Plattform ihren Dienst abrupt stoppt. Auszahlungen blieben teils aus, eine Rettung durch Übernahme scheiterte.

Die Ankaufsplattform Cleverbuy hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und Insolvenz angemeldet. Gleichzeitig stehen Verantwortliche des Unternehmens wegen Betrugsvorwürfen vor Gericht.

Wer die Webseite von Cleverbuy aufruft, findet nur noch einen Hinweis: Das Unternehmen habe „aus Rechtsgründen mit sofortiger Wirkung“ alle Aktivitäten beendet. Geräte werden nicht mehr angenommen oder weiterverkauft. Kunden sollen keine Ware mehr einsenden. Als Grund nennt das Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten und einen gestellten Insolvenzantrag. Man wolle gemeinsam mit einem noch zu bestimmenden Insolvenzverwalter Lösungen für Gläubiger finden.

Unklar ist jedoch, wie weit das Verfahren ist. Laut Medienberichten war beim zuständigen Amtsgericht Krefeld zuletzt kein Insolvenzantrag öffentlich bekannt. Parallel scheiterten Verhandlungen über eine mögliche Übernahme durch die Dis-Connect GmbH.

Für Kunden stellt sich vor allem die Frage nach offenen Forderungen. In der Vergangenheit hatten sich zahlreiche Nutzer über ausbleibende Auszahlungen beschwert. Verbraucherschützer warnten bereits seit Längerem vor Verzögerungen bei der Abwicklung.

Zusätzlich belasten strafrechtliche Vorwürfe das Unternehmen. Vor dem Amtsgericht Krefeld läuft ein Verfahren gegen den Geschäftsführer und eine Mitarbeiterin. Ihnen werden unter anderem gewerbsmäßiger Betrug und Verstöße gegen Kennzeichenrechte vorgeworfen. Medien berichten von mehr als tausend Strafanzeigen und einem Schaden im fünfstelligen Bereich. Der Geschäftsführer soll sich demnach in Untersuchungshaft befinden.

Wie es für Kunden weitergeht, dürfte maßgeblich vom Verlauf des Insolvenzverfahrens abhängen. Derzeit bleibt offen, ob und in welchem Umfang offene Forderungen beglichen werden können.

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