27.04.2026 – 13:16 UhrLesedauer: 3 Min.
Norwegen hat es endlich wieder zu einer WM geschafft. Der Jubel im Land kennt keine Grenzen – und die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Turnier sind groß.
Endlich. Das dürften sich viele Norweger im November 2025 gedacht haben. Endlich wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei – nach dann 28 Jahren des langen Wartens. Selbst König Harald V. sowie Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit ließen es sich beim letzten Heimspiel in der WM-Qualifikation gegen Estland (4:1) nicht nehmen, im Stadion von Oslo mitzufeiern.
Es war der Sieg, der alles perfekt machte. Zum Abschluss einer perfekten Quali (acht Spiele, acht Siege, 37:5 Tore) gab es im Anschluss sogar noch einen 4:1-Sieg in Mailand gegen Italien, das als Favorit gestartet war, die WM aber nur von der Couch aus verfolgen wird. Weltweit hat diese Leistung der Norweger Eindruck hinterlassen – und die Skandinavier zu einem Geheimfavoriten einiger Experten und Fans werden lassen.
„Wenn wir uns für die Weltmeisterschaft qualifizieren würden, wäre es so, als ob eine große Fußballnation sie gewinnen würde“, hatte Superstürmer Erling Haaland im Sommer 2025 gesagt und kündigte für den Fall der Fälle eine Riesenparty an. Er sollte recht behalten.
Norwegen gewann die europäische Qualifikationsgruppe I mit acht Siegen aus acht Spielen. Gegner waren Italien, Israel, Estland und die Republik Moldau. Die Norweger erzielten 37 Tore und stellten damit die beste Offensive der Gruppe. Am Ende waren es ganze 16 geschossene Tore mehr als Italien auf Platz zwei. Torjäger Erling Haaland traf in jeder Partie. Der Angreifer von Manchester City steuerte 16 Treffer zum Erreichen des WM-Traums bei.
Norwegen spielt in Gruppe I gegen Frankreich, den Senegal und den Irak.
Frankreich – Gilt als Favorit der Gruppe. Das Duell gegen die Franzosen ist für Norwegen der strukturelle Härtetest der Gruppenphase. Die Ausgangslage ist klar: Frankreich bringt die höhere individuelle Qualität und mehr Turniererfahrung mit. Norwegens Chancen liegen in der eigenen, starken Offensive des Teams, in der Defensive müssen sie kompakt verteidigen.
Senegal – Das Duell mit dem Senegal ist für Norwegen deutlich offener als gegen Frankreich. Beide Teams setzen weniger auf lange Ballzirkulation, sondern auf direkte Aktionen. Dazu wird die physische Präsenz in Zweikämpfen entscheidend sein.
Irak – Das Spiel gegen den Irak sollte für die Norweger das klarste Duell werden, hier ist ein Sieg Pflicht. Alles spricht strukturell für die Skandinavier: mehr individuelle Qualität, klarere Abläufe im Angriff und höhere Effizienz im Strafraum. Entscheidend wird dennoch auch sein, wie Norwegen mit einem tief stehenden Gegner umgeht.












