Straße von Hormus
Iranische Armee greift MSC-Containerschiff an
22.04.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Straße von Hormus eskaliert die Lage: Der Iran greift mehrere Frachtschiffe an. Eines davon gehört einem Großaktionär der Hamburger HHLA.
Nach Angaben der Revolutionsgarden wurde der Frachter gestoppt und in Richtung iranischer Gewässer geleitet. Zur Begründung hieß es, das Schiff habe gegen Vorschriften für die Passage der strategisch wichtigen Meerenge verstoßen. Zudem habe eines der Schiffe Navigationssysteme manipuliert und damit die Sicherheit des Seeverkehrs gefährdet, erklärten die Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur AFP.
Die „MSC Francesca“ fährt nach unter panamaischer Flagge und befand sich zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens. Iranische Stellen ordnen das Schiff hingegen Israel zu. Neben der „MSC Francesca“ wurde auch das Containerschiff „Epaminondas“ gestoppt, das unter liberianischer Flagge unterwegs ist. Außerdem wurde ein Containerschiff namens „Euphoria“ attackiert, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) bestätigte Vorfälle in den Gewässern vor dem Iran. Details nannte sie zunächst nicht.
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Engpässen des Welthandels, insbesondere für den Öltransport. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Passage nach Angaben aus Teheran weitgehend eingeschränkt.
Diplomatische Bemühungen zur Entspannung der Lage blieben zuletzt erfolglos. Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans scheiterten vor rund eineinhalb Wochen. Beide Seiten werfen sich Verstöße gegen eine Anfang April vereinbarte Feuerpause vor.











