Union Berlin hat sich überraschend von Coach Steffen Baumgart getrennt und befördert Marie-Louise Eta als erste Frau in der Bundesliga-Geschichte bis Saisonende zur Cheftrainerin. Die unerwartete Entscheidung teilte der Hauptstadt-Club am Samstagabend kurz vor Mitternacht mit. Wenige Stunden zuvor hatten die Berliner 1:3 bei Schlusslicht Heidenheim verloren. Der Vorsprung des Tabellenelften auf Relegationsplatz 16 beträgt weiter sieben Punkte.
Baumgart war vor seiner Station in Berlin beim HSV tätig: Bis November 2024 stand er in Hamburg an der Seitenlinie. Im Januar 2025 ging es für ihn dann bei Union weiter. Gegen die Köpenicker spielt der HSV im Endspurt der Saison nicht mehr. Mitte Februar gewannen die Hamburger gegen Union mit 3:2.
Ein Spiel gesperrt: Der Hamburger SV kann im Nordderby bei Werder Bremen in rund zwei Wochen doch auf Leistungsträger Miro Muheim bauen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sperrte den 28-Jährigen nach seiner Roten Karte wegen einer Notbremse gegen den FC Augsburg (1:1) für ein Spiel. Muheim verpasst damit die Begegnung beim VfB Stuttgart am Sonntag, ist beim Rivalen in Bremen aber wieder dabei.
Der Linksverteidiger aus der Schweiz gehört zum Stammpersonal der Hanseaten und verpasst durch die Sperre sein zweites Bundesligaspiel in dieser Saison. Muheim lief in dieser Spielzeit schon häufiger als Ersatzkapitän für den HSV auf.
HSV-Profi Emir Sahiti wird voraussichtlich kein weiteres Spiel für Maccabi Tel Aviv bestreiten. Der 27-jährige Nationalspieler des Kosovo hat Israel aufgrund der angespannten Sicherheitslage infolge des Iran-Kriegs gemeinsam mit seiner Familie verlassen. Der Offensivspieler, der seit Januar vom Hamburger SV an den israelischen Club ausgeliehen ist, fehlte bereits beim 4:1-Sieg gegen Hapoel Haifa. Beim Verein geht man laut Berichten davon aus, dass Sahiti nicht mehr zurückkehren wird.
Die israelische Liga hat ihren Spielbetrieb zwar kürzlich wieder aufgenommen, allerdings weiterhin ohne Zuschauer wegen anhaltender Raketenangriffe. Ausländischen Spielern war es zuvor freigestellt worden, das Land zu verlassen. Während einige Profis zurückkehrten, verweigerten Sahiti und ein weiterer Spieler die Rückkehr. Sein Leihvertrag läuft noch bis zum 30. Juni, anschließend ist er bis 2027 an den HSV gebunden.











