Ja, die Tankpreise gehen leicht zurück. Aber eben auch deshalb, weil wir zu Beginn der Woche durch die Eskalation extrem hohe Preise gesehen haben.
Vieles ist auch noch unklar. Zum Beispiel eine mögliche Gebühr, die Iran womöglich für die Nutzung der Straße von Hormus verlangen will und die wiederum von den USA und anderen Staaten abgelehnt wird.
Das auch. Und daran sieht man: Man weiß mittlerweile oft gar nicht mehr, welchen Informationen man glauben soll und welchen nicht. In Kriegen bleibt ja die Wahrheit immer als erstes auf der Strecke. Wenn wir noch einmal auf die Preise schauen, ist da enorm viel Unsicherheit.
Wir haben geopolitische Unsicherheit. Wie stabil ist diese Waffenruhe überhaupt? Führen die Gespräche zu etwas? Und neben dieser politischen, geopolitischen Unsicherheit kommt dann das nächste Problem hinzu: Was machen eigentlich die Reedereien? Was machen die Versicherer? Sagen die Versicherer dann, egal was da herauskommt: „Ja, alles super, wir senken die Prämien wieder“, womit der Transport wieder billiger würde? Oder sagen die Versicherer und die Reedereien: „Das ist uns alles noch zu unsicher. Wir wissen nicht, ob da noch Minen in der Straße von Hormus liegen. Wir wissen nicht, ob es dort einzelne Akteure gibt, die doch noch Raketen abschießen.“
Lassen Sie uns auf die kommenden Wochen und Monaten schauen. Was erwarten Sie in Ihrem Basisszenario, das Sie berechnet haben?
In unserem Basisszenario, das fast schon ein mildes Szenario ist, gehen wir davon aus, dass es noch einmal zu einer Eskalation kommen wird. Wir erwarten, dass es in den nächsten vier bis sechs Wochen mehr Klarheit geben wird und eine Art neues politisches Gleichgewicht gefunden wird.











