Leiche auf Grundstück vergraben
Betreuer verschwindet – Familie unter Mordverdacht
07.04.2026 – 15:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann aus dem Sauerland wird vermisst gemeldet. Mehr als ein Jahr später findet die Polizei seine Leiche – eingegraben auf einem Grundstück. Nun sitzt ein 30-Jähriger in Untersuchungshaft.
Die Kriminalpolizei hat in Ostfriesland die Leiche eines seit über einem Jahr vermissten Mannes gefunden. Sie lag eingegraben auf einem Grundstück einer Familie. Die 60-jährige Mutter und ihre beiden 30- und 34-jährigen Söhne stehen unter Tatverdacht.
Eine Obduktion ergab, dass der 59-jährige Mann durch „massive Gewalteinwirkung“ ums Leben kam. Angehörige des Opfers hatten ihn bereits Anfang Februar 2024 als vermisst gemeldet. Da sein letzter bekannter Aufenthaltsort im Landkreis Wittmund lag, übernahm die Polizei in Ostfriesland den Fall.
Nach dem Fund nahm die Polizei die Mutter und ihre beiden Söhne fest. Die Mutter und der 34-Jährige kamen anschließend wieder frei. Gegen den 30-jährigen Sohn wurde ein Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen.
Opfer und Verdächtige kannten sich aus einer gemeinsamen Zeit im Sauerland. Der Mann hatte die Familie unterstützt – er war der gesetzliche Betreuer des 34-Jährigen. Laut Staatsanwaltschaft soll er dabei Gelder veruntreut haben, weshalb auch gegen ihn ermittelt worden sei. Er wurde zur Festnahme ausgeschrieben.
Im September vergangenen Jahres richtete die Polizei in Aurich/Wittmund eine Mordkommission ein. Als sich der Tatverdacht gegen die Familie verdichtete, durchsuchten die Ermittler insgesamt vier Grundstücke. Dabei halfen Leichenspürhunde, auf Bodenuntersuchungen spezialisierte Experten der niederländischen Polizei sowie eine technische Einheit der Bereitschaftspolizei. Am Mittwoch stießen Ermittler bei Grabungen auf die Leiche.











