Iran-Krieg
Ölpreise ziehen weiter an
Aktualisiert am 07.04.2026 – 07:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor Ablauf eines neuen Ultimatums von US-Präsident Trump steigen die Ölpreise weiter. Der Hochpreis aus dem Vormonat März ist nicht mehr weit weg.
Die Ölpreise steigen vor Ablauf eines weiteren Ultimatums von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni legte im frühen Handel 1,2 Prozent auf 111,11 US-Dollar zu. Damit näherte sich der Juni-Terminkontrakt wieder dem Hoch aus dem März von etwas mehr als 112 Dollar.
Seit dem Beginn des US-israelischen Kriegs verteuerte sich die Referenzsorte für den weltweiten Ölmarkt um mehr als 50 Prozent. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fällt der Anstieg bei diesem Liefertermin ähnlich aus.
Noch drastischer sieht es bei der Entwicklung des Mai-Kontrakts aus. Öl der Sorte WTI mit Auslieferung im Mai kostet am Morgen rund 115 Dollar und damit rund 70 Prozent mehr als vor Beginn des Iran-Kriegs vor mehr als fünf Wochen.
Da die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus für die meisten Schiffe praktisch unpassierbar ist, liegen die Preise für die nächsten Liefertermine deutlich über denjenigen, die noch in weiterer Ferne liegen. Für die Sorte Brent ist der Mai-Kontrakt bereits ausgelaufen.
Für Trump steht die Freigabe der Meeresenge derzeit im Fokus des Iran-Kriegs. Er stellte dem Iran deshalb mal wieder ein Ultimatum. Kurz vor seinem Ablauf am Mittwoch um 2.00 Uhr MESZ zeichnet sich keine Einigung ab. Trump bekräftigte seine Warnung vor einer „völligen Zerstörung“ aller iranischen Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht die Straße von Hormus öffnet. Ein Sprecher der iranischen Militärführung reagierte mit Spott auf Trumps Drohung.
Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege – unter anderem für Öl und Flüssiggas.









