Prozessauftakt
Frau versucht, Stiefvater mit vergiftetem Döner zu töten
01.04.2026 – 15:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Frau will offenbar ihren Stiefvater loswerden. Die mutmaßliche Mordwaffe ist ein Döner. Bei einem ersten Prozess wird sie freigesprochen. Jetzt kommt der Fall erneut vor Gericht.
Eine 35-jährige Frau muss sich ab Mittwoch vor dem Landgericht Zwickau wegen versuchten Mordes verantworten. Ihr wird vorgeworfen, dass sie ihren Stiefvater mit einem vergifteten Döner töten wollte, berichteten der MDR und die „Welt“ übereinstimmend unter Berufung auf einen Gerichtssprecher. Die Frau soll in erster Instanz vom Amtsgericht Zwickau freigesprochen worden sein. Dagegen habe die Staatsanwaltschaft später erfolgreich Berufung eingelegt.
Die Frau hatte laut der Anklage zunächst die Modelleisenbahn des Stiefvaters gestohlen, hieß es weiter. Diese habe einen Wert von rund 900 Euro gehabt. Später soll sie dann offenbar begonnen haben, den Mord zu planen.
Hierfür soll sie ihm einen Döner gegeben haben, der mit dem Betäubungsmittel Oxycodon versetzt worden war, berichtete der MDR. Oxycodon ist ein starkes, verschreibungspflichtiges Opioid. Laut dem „Deutschen Ärzteblatt“ kann eine Überdosierung zum Tod führen.
Dem Mann sei daraufhin zunächst schwindelig geworden, meldeten die „Welt“ und der MDR. Anschließend soll er mehrfach eingeschlafen sein und sich schließlich wiederholt übergeben haben. Der Schwiegervater überlebte. Ob die Vergiftung langfristige Folgen für seinen Gesundheitszustand haben wird, ist nicht bekannt.
Dass der Mann nicht gestorben ist, liegt laut Staatsanwaltschaft vermutlich daran, dass die Menge an Oxycodon zu gering dosiert gewesen sei oder der Wirkstoff durch das Erbrechen nicht vollständig habe wirken können.
Die 35-jährige Angeklagte soll ihrem Stiefvater die Tat offenbar wenige Tage danach gestanden haben, hieß es in den Berichten weiter. Ein Urteil soll Ende Dezember fallen.












