„Hat mit Eishockey nichts zu tun“
Brutale Aktion: EHC-Profi checkt Gegenspieler ins Krankenhaus
01.04.2026 – 17:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach einem überharten Check von Fabio Wagner kommt Ingolstadts Edwin Tropmann verletzt ins Krankenhaus. Tags darauf meldet sich der Münchner zu Wort und zeigt Reue.
Ein brutales Foul hat die 2:7-Niederlage des EHC Red Bull München am Dienstagabend im Playoff-Viertelfinale mit dem ERC Ingolstadt überschattet. Exakt 100 Sekunden vor dem Ende des vierten Duells der beiden bayerischen Rivalen checkte Münchens Fabio Wagner Gegenspieler Edwin Tropmann bei vollem Tempo mit dem Ellenbogen um.
Der Verteidiger der „Panther“ musste anschließend mit einer Trage vom Eis gebracht werden und kam nach übereinstimmenden Medienberichten erst auf dem Weg ins Krankenhaus wieder zu Bewusstsein. Wie der ERC am Tag danach via Social Media mitteilte, erlitt der 20-Jährige bei dem Check eine Kopf- und Nackenverletzung. Weitere Untersuchungen stünden aus.
Ingolstadts Sportdirektor Tim Regan verurteilte die Aktion von Nationalspieler Wagner aufs Schärfste. „So etwas soll und darf nicht passieren. Das hat mit Eishockey nichts zu tun. Vielmehr schadet es unserem Produkt sowie der Gesundheit der Spieler“, sagte der frühere Profi im Interview mit der „Neuburger Rundschau“.
Wagner entschuldigte sich inzwischen öffentlich bei Tropmann. „Lieber Edwin. Was gestern auf dem Eis passiert ist, tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler von mir und ich trage die volle Verantwortung für mein Handeln“, sagte er in einem auf Instagram geposteten Video. Das Wichtigste sei nun, dass Tropmann schnell wieder fit werde und auf dem Eis stehe.
Der Gefoulte selbst meldete sich ebenfalls auf Instagram zu Wort und bedankte sich in seiner Story für die Genesungswünsche. „Hat mich echt gefreut und motiviert! Ich geb‘ mein Bestes, schnell wieder fit zu werden“, schrieb er. Dass der Junioren-Nationalspieler aber schon am Donnerstag im fünften Spiel der Serie zurückkehrt, dürfte nahezu ausgeschlossen sein.
Fraglich ist auch, ob Wagner dann im SAP Garden (Anpfiff: 19.30 Uhr) auf dem Eis steht. Für seinen brutalen Check gegen Tropmann war er am Mittwoch mit einer Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauerstrafe vom Eis geflogen. Ob er darüber hinaus für eine oder mehrere Partien gesperrt wird, ist noch unklar – aber sehr wahrscheinlich.
Generell war die Begegnung in der Saturn-Arena geprägt von vielen überharten Aktionen. Satte 125 Strafminuten standen am Ende aufseiten des EHC Red Bull München zu Buche. Ingolstadts Spieler saßen 30 Minuten auf der Strafbank ab. Nach dem 7:2-Erfolg der „Panther“ steht es in der Serie nun 2:2. Das Team, das als erstes vier Siege erreicht, zieht ins Halbfinale ein.











