Jaguar Land Rover und GM ziehen die Bremse
Produktionsstopps bei Autoriesen
Aktualisiert am 31.03.2026 – 11:35 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Autobranche stehen die Bänder still – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Während Jaguar Land Rover mit Lieferproblemen kämpft, leidet General Motors unter einer Flaute. Der US-Konzern zieht nun Konsequenzen.
Die Automobilindustrie kommt nicht zur Ruhe. Gleich zwei große Hersteller vermelden Einschränkungen in ihrer Fertigung. Während ein Fall auf logistische Probleme zurückzuführen ist, offenbart der andere eine tiefe Krise der Elektromobilität.
Der britische Autobauer Jaguar Land Rover (JLR) hat die Produktion in seinem Werk in Solihull (Mittelengland) teilweise gestoppt. Grund sind Lieferprobleme bei einem Zulieferer, wie unter anderem die „Financial Times“ berichtet.
Betroffen sind die Fertigungslinien der Modelle Range Rover und Range Rover Sport. Der Stillstand soll bis zum 8. April dauern, wobei die ohnehin geplante Pause über das Osterwochenende darin enthalten ist.
Deutlich schwerwiegender ist die Lage beim US-Riesen General Motors (GM). Der Konzern verlängert den seit dem 16. März geltenden Produktionsstopp in seinem Elektroauto-Werk in Detroit (Michigan) um weitere zwei Wochen. Die Begründung: Die Nachfrage ist zu schwach.
Rund 1.300 Beschäftigte werden vorübergehend freigestellt. In dem Werk werden unter anderem die Elektroversionen des Chevrolet Silverado und des Hummer produziert. Bereits im Januar hatte GM die Produktion dort um etwa 50 Prozent gekürzt. Die Krise wird immer teurer: Der Konzern musste bereits Abschreibungen in Höhe von 7,6 Milliarden Dollar auf seine Elektroprogramme vornehmen.
Der Fall GM steht beispielhaft für einen Trend in der gesamten Branche: Viele Hersteller rücken von ihren ursprünglichen Absichten für Elektroautos ab, da diese Pläne mittlerweile als zu ehrgeizig gelten. Ein Faktor dabei sind die veränderten regulatorischen Vorgaben unter US-Präsident Donald Trump, der sich wiederholt kritisch zur Elektromobilität geäußert hat.
Stattdessen setzen die Autobauer wieder verstärkt auf bewährte Modelle mit Verbrennungsmotor, wie Pick-ups und SUVs. Konsequenterweise kündigte GM am Montag an, die Produktion schwerer Pick-ups in einem Werk in Michigan ab Juni hochzufahren.










