Experte erklärt
Herzrhythmusstörungen fühlen sich nicht für alle gleich an
Aktualisiert am 31.03.2026 – 07:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Stolpert das Herz plötzlich, kann das erst einmal verunsichern. Wann Sie Unregelmäßigkeiten abklären lassen sollten – und warum eine Pulsmessung auch ohne Beschwerden sinnvoll ist.
Unser Herz schlägt ungefähr einhunderttausend Mal am Tag. Mal schneller, mal langsamer – je nachdem, was wir gerade machen. Gelegentliche Unregelmäßigkeiten des Herzschlags sind darum ganz normal.
Schlägt das Herz aber dauerhaft zu langsam, zu schnell oder unregelmäßig, kann das auf ernste Erkrankungen hindeuten. „Herzrhythmusstörungen sind im Wesentlichen Abnormalitäten eines regulären Herzschlags“, sagt Professor Julian Chun, Chefarzt in der Kardiologie und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.
Nicht jede Herzrhythmusstörung ist gefährlich, Unregelmäßigkeiten im Herzschlag sollten Betroffene aber vor allem dann mittels EKG abklären lassen, wenn zudem Beschwerden wie Schwäche, Ohnmacht oder Schmerzen in der Brust auftreten, so Chun. Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern – „eine komplette elektrische Chaossituation in den Herzvorhöfen“, die Herzschwäche oder Schlaganfälle zur Folge haben kann.
Laut Chun fühlt sich eine Herzrhythmusstörung nicht für alle Betroffenen gleich an – manche bemerken sie womöglich gar nicht und bekommen die Diagnose erst, wenn sie bereits einen Schlaganfall hatten. Deshalb kann es sich lohnen, sich seinen Puls gezielt anzuschauen.
„Jeder kann den eigenen Puls ganz einfach und jederzeit fühlen, indem er Zeige- und Mittelfinger der linken Hand an das rechte Handgelenk unterhalb vom Daumen anlegt und ein wenig drückt“, bis man etwas spürt, so der Kardiologe.
Nun kann man die Schläge zählen. Findet man auf diese Weise zufällig eine Unregelmäßigkeit – also sehr schnelle, sehr langsame oder ungleichmäßige Schläge –, kann ein ärztliches EKG bei der weiteren Diagnose helfen.











