„Imperfect Women“
Elisabeth Moss: „Es ist die Angst, verurteilt zu werden“
31.03.2026 – 04:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Für die Serie „Imperfect Women“ hat sich Elisabeth Moss mit Kerry Washington und Kate Mara prominente Verstärkung geholt. Mit t-online haben sie über Geheimnisse, Selbstzweifel und den Druck zur Perfektion gesprochen.
„The Handmaid’s Tale“, „Scandal“ und „House of Cards“ – Elisabeth Moss, Kerry Washington und Kate Mara zählen zu den prägendsten Seriengesichtern der vergangenen Jahre. Für „Imperfect Women“ haben sich die drei zusammengetan, um die dunklen Seiten einer scheinbar perfekten Frauen-Freundschaft zu beleuchten.
Die Serie, die aktuell bei Apple TV zu sehen ist, erzählt die Geschichte von Mary, Eleanor und Nancy. Sie sind seit Jahrzehnten unzertrennlich, doch als eine von ihnen ermordet wird, kommen unterdrückte Spannungen, Geheimnisse und Lügen zum Vorschein – die plötzlich alles in Frage stellen.
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Genau das reizte Elisabeth Moss, die auch als Produzentin an der Serie beteiligt ist, an der Buchvorlage von Araminta Hall. „Ich habe mich sofort in die Idee verliebt, eine authentische, ehrliche, unverfälschte und verletzliche Darstellung echter weiblicher Freundschaft zu schaffen – wie das wirklich aussieht und wie es sich wirklich anfühlt. Die Idee, darüber auf eine Art und Weise sprechen zu können, wie es vielleicht nicht oft gemacht wird. Über die schwierigeren, die unbequemen Seiten“, so die Schauspielerin im Interview mit t-online.
Im Zentrum steht die Frage, was Freunde voreinander verbergen. „Es geht um Geheimnisse in Beziehungen und den Unterschied zwischen dem, wer wir wirklich sind, und dem, wie wir uns präsentieren – selbst gegenüber den Menschen, denen wir am nächsten stehen“, erklärt Kerry Washington und Elisabeth Moss ergänzt: „Es ist die Angst, verurteilt zu werden und sich deshalb nicht zu trauen, vermeintliche Unvollkommenheiten und Fehler offenzulegen.“
Dabei sei genau das der Schlüssel zu echter Nähe, findet Kate Mara: „Verletzlichkeit zu zeigen, ist oft das Attraktivste an einem Menschen. Aber wir versuchen ständig, genau diese Seiten zu verstecken – dabei sind sie eigentlich die interessantesten.“ Für Kerry Washington liegt das Problem vor allem in dem Anspruch, makellos sein zu wollen. „Man macht sich ständig Gedanken darüber, dass man nicht gut genug ist, und versucht dann, diese Dinge zu korrigieren. Dabei ist das alles nur eine Vorstellung und eigentlich unmöglich. Es ist ein aussichtsloses Unterfangen, denn so etwas wie Perfektion gibt es nicht.“
Mit der Serie wollen die drei Schauspielerinnen das Unvollkommene zelebrieren und daran appellieren, zu sich selbst zu stehen. Denn: „Perfektion ist eine Fassade. Und manchmal hat es tödliche Konsequenzen, sie aufrechtzuerhalten“, merkt Elisabeth Moss an. „Imperfect Women“ ist am 18. März bei Apple TV gestartet. Jeden Mittwoch erscheint eine neue der insgesamt acht Folgen, das Finale ist für den 29. April geplant.










