Berühmter Motor vor dem Aus
Nach 50 Jahren: Audi beendet eine Ära
30.03.2026 – 14:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Antrieb, der den „Vorsprung durch Technik“ über Jahrzehnte prägte, steht vor dem Aus. Was dahintersteckt und wie es nun weitergeht.
Mit dem Motor stirbt auch eine Fertigungsbesonderheit: In Győr (Ungarn) montieren Fachkräfte den 2.5-TFSI bis heute in Handarbeit, ganz ohne Roboter. Mitte 2027 stellt Audi dort auch die Produktion des Sportwagens RS3 ein. Eine Neuauflage ist derzeit nicht geplant. In Märkten mit lockereren Abgasregeln, wie etwa den USA, bleibt der Motor vorerst im Programm, allerdings in geringer Auflage.
Der Fünfzylinder war Audis Ticket in die Oberklasse. 1976 hatte er Premiere im Audi 100, weil Vierzylinder für den Aufstieg gegen BMW und Mercedes nicht reichten. Zur Legende wurde der Motor im Ur-Quattro von 1980. Mit Turbo und Allrad dominierte Audi damit den Rallye-Sport und polierte das biedere Markenimage auf. Nun verschwindet der zweite große Imageträger der Ingolstädter binnen weniger Wochen.
Denn erst vor wenigen Tagen verkündete Audi das Aus für den A8. Nach 32 Jahren endet die Ära der Luxuslimousine, die Gerhard Schröder einst zum Dienstwagen adelte. Die Verkaufszahlen brachen zuletzt dramatisch ein: von fast 40.000 Autos im Jahr 2014 auf weniger als 12.000 Fahrzeuge zehn Jahre später. In Neckarsulm stehen die Bänder bereits still. Die Rolle des Top-Modells übernimmt künftig das SUV Q9, das Audi jedoch im slowakischen Bratislava fertigen lässt.
Statt flacher Limousinen sollen künftig wuchtige SUVs aus dem Ausland die Rendite sichern. Audi folgt damit dem Massengeschmack. Mit „Vorsprung durch Technik“ hat das allerdings wenig zu tun.












