Heftige Kritik an Rheinmetall-Chef
„Lego-Drohnen haben mehr als 11.000 russische Panzer zerstört“
Aktualisiert am 29.03.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Ukraine nutzt seit Jahren zunehmend erfolgreich billige Drohnen, um die russischen Angreifer zurückzuschlagen. Rheinmetall-Chef Armin Papperger zweifelt an der Technologie.
Der Vorstandsvorsitzende des Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, hat mit Aussagen über die ukrainische Drohnenindustrie Spott und Empörung ausgelöst. Hintergrund ist ein Gespräch mit dem Magazin „The Atlantic“: Darin verglich Papperger den Bau von Drohnen für den Krieg in der Ukraine mit Lego-Bausteinen. Außerdem stellte er infrage, dass hinter den heimischen Entwicklungen der Ukraine echte Innovation steckt.
„So spielt man mit Lego-Steinen“, sagte er der Zeitschrift. „Was ist die Innovation der Ukraine?“, wird Papperger weiter zitiert. „Sie haben keinen technologischen Durchbruch erzielt. Sie entwickeln Innovationen mit ihren kleinen Drohnen und sagen: ‚Wow!‘ Und das ist toll. Wie auch immer.“ Das aber sei nicht die Technologie von Rüstungskonzernen wie Lockheed Martin, General Dynamics oder Rheinmetall.
Weiterhin fragte Papperger: „Wer ist der größte Drohnenhersteller in der Ukraine?“ Als „The Atlantic“-Journalist Simon Shuster ihm einige Produzenten aufgezählt habe, soll Papperger spöttisch reagiert haben: „Das sind ukrainische Hausfrauen.“ Weiter wird der Rheinmetall-Chef zitiert: „Sie haben 3D-Drucker in der Küche und produzieren Teile für Drohnen.“ Das sei keine Innovation.
Im Video | Ukraine schlägt tief in Russland zu
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Die Ukraine hat Drohnen für den Krieg seit Beginn der russischen Vollinvasion fortwährend weiterentwickelt. Insbesondere unbemannte Fluggeräte – oft handelsübliche Kleindrohnen, die mit Sprengstoff ausgerüstet werden – fügen den russischen Streitkräften schwere Verluste zu. Zudem baut die ukrainische Rüstungsindustrie zunehmend eigene Kriegsdrohnen. Immer wieder gelingt es den Ukrainern, mit den Drohnen, die sich meist für unter 1.000 Euro bauen lassen, schweres Militärgerät der Kremltruppen im Wert von mehreren Millionen Euro auszuschalten.











