Vor neuem Rekordhoch
Spritpreise explodieren: Lohnt sich das Tanken in Polen noch?
23.03.2026 – 11:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Iran-Krise treibt die Spritpreise auch in Polen massiv nach oben. Für deutsche Autofahrer schrumpft der Preisvorteil innerhalb weniger Wochen deutlich. Lohnt sich der Tank-Stopp im Nachbarland überhaupt noch?
Tanken in Polen galt für Autofahrer aus Deutschland lange als günstige Alternative, um die hohen Spritpreise im Inland zu umgehen. Doch dieser Vorteil schwindet zunehmend: Laut „Moto.pl“ erreichen die Preise in Polen zum Monatsende neue Rekordmarken.
Besonders Diesel-Fahrer trifft es hart. Während der Liter Anfang März im Schnitt noch 1,42 Euro kostete, steigen die Preise nun rasant. An immer mehr Tankstellen kostet der Liter bereits über 8 Zloty (ca. 1,84 Euro).
Für die vierte Märzwoche erwarten Analysten einen weiteren Anstieg auf 8,19 Zloty (rund 1,90 Euro). Damit würde der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2022 (8,08 Zloty) übertroffen werden. Wichtig zur Einordnung: Der alte Rekordwert war nur durch eine vorübergehende Steuersenkung so niedrig geblieben. Ohne die staatliche Unterstützung hätte er damals bei über 2,05 Euro gelegen.
Noch Anfang März lag der Preisvorteil gegenüber Deutschland bei bis zu 70 Cent pro Liter. Dieser Abstand schmilzt nun deutlich. Aktuell sparen Autofahrer bei Diesel nur noch etwa 30 Cent und bei Benzin rund 40 Cent pro Liter.
Für viele Pendler lohnt sich die Fahrt über die Grenze kaum noch. Hinzu kommt eine wichtige Regel: Wer Kraftstoff im Kanister mitnimmt, darf in Polen maximal 10 Liter als Reserve transportieren.
Hinter dem Preisanstieg steht der Iran-Krieg mit Angriffen auf Ölinfrastruktur in der Golfregion, die den globalen Ölmarkt erschüttern. Die Sorte Brent etwa steuert auf 120 Dollar pro Barrel zu.
Die hohen Ölpreise werden an die Konsumenten weitergegeben, auch an den polnischen Zapfsäulen. Zwar sind die Steuern in Polen niedriger als in Deutschland, doch das fängt die Kosten teurer Öl-Importe nicht ab.











