Dennoch könnte die SPD mit Blick auf die Ergebnisse bei der RLP-Wahl 2026 zwei Vorteile haben. Zum einen sind noch viele der 2,95 Millionen Wahlberechtigten unentschlossen, an welcher Stelle des Stimmzettels sie ihr Kreuz machen wollen, und zum anderen scheint der Ministerpräsident beliebter zu seon als sein CDU-Konkurrent.
Bei der Frage, wen man am liebsten als Ministerpräsidenten hätte, liegt der SPD-Regierungschef mit 40 Prozent klar vor dem Spitzenkandidaten der CDU, Schnieder, der auf 25 Prozent kommt. Jan Bollinger von der AfD liegt laut der neuen Umfrage zur RLP-Wahl bei 10 Prozent. Allerdings wächst für den Nachfolger von Malu Dreyer, die sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurückzog, auch der Druck. Neben den Folgen des Iran-Kriegs und der wirtschaftlichen Entwicklung bestimmte in den vergangenen Tagen ein weiteres Thema den Wahlkampfendspurt in Rheinland-Pfalz: Sonderurlaub für Beamte.
Ob die Debatte um den Sonderurlaub die Kräfteverhältnisse im Kampf um den Wahlsieg beeinflusst, lässt sich erst nach dem heutigen Ausgang der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz analysieren. Derweil bewegen sich zwei Parteien vor den ersten Ergebnissen der RLP-Wahl zwischen Hoffnung und Bangen. Die Linke hofft erstmals auf den Einzug in den Landtag in Mainz, während die Freien Wähler bangen, dass sie weiterhin im Parlament bleiben. Gleichzeitig steht den Liberalen wohl ein weiterer Rückschlag bevor: Die FDP mit Spitzenkandidatin Daniela Schmitt hat nur wenig Aussicht, die Fünfprozenthürde zu überspringen.
Sorgen, mit denen sich wohl weder die AfD noch die Grünen mit Spitzenkandidatin Katrin Eder beschäftigen müssen. In den Wahlumfragen zur Entscheidung in Rheinland-Pfalz muss sich keine der Parteien über die Fünfprozenthürde Gedanken machen. Die AfD mit Spitzenkandidat Jan Bollinger wird sich wohl komfortabel als drittstärkste Kraft etablieren und die Grünen dürften ihr Ergebnis von der Landtagswahl 2021 in etwa wiederholen.









