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Wärmepumpe in Mehrfamilienhaus: Die echten Kosten
18.03.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 5 Min.

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um die Kosten einer Wärmepumpe für Ein- und Mehrfamilienhäuser.
Trotz der neuen Freiheiten entscheiden sich aber viele Eigentümer gegen den Einbau einer neuen Öl- und Gasheizung und setzen stattdessen auf die Wärmepumpe. Mehrere t-online-Leser denken offenbar ebenfalls darüber nach und wollen wissen, was eine Wärmepumpe kostet. Gibt es Wärmepumpen für Mehrfamilienhäsuer? Und was kostet die Anlage, wenn sie als Ergänzung zur bestehenden Gasheizung installiert wird? Hier sollen diese Fragen beantwortet werden.
Die Kosten einer Heizungsanlage – egal, welcher Art – hängen immer von den speziellen Gegebenheiten der betreffenden Immobilie ab. Deshalb können hier nur grobe Zahlen genannt werden, die rein als Orientierung dienen. Faktoren, die die Kosten beeinflussen, sind unter anderem der generelle Zustand des Gebäudes und der bestehenden Heizungen, also ob Heizkörper ausgetauscht oder Rohre erneuert werden müssen. Entscheidend ist auch die Größe des Hauses: Ist es ein Mehrfamilienhaus oder ein Einfamilienhaus? Nicht zu unterschätzen sind auch die Kosten für den Einbau – wer versiert genug ist, kann allein dadurch viel Geld sparen, dass er einige handwerkliche Arbeiten rund um den Einbau selbst übernimmt.
Die Wärmepumpe selbst kostet je nach Größe und Marke zwischen 2.000 und 10.000 Euro. Damit ist die Anlage aber noch nicht installiert. Die günstigsten Wärmepumpen sind in der Regel Luft-Wasser-Wärmepumpen, die inklusive Installation in einem Einfamilienhaus mit rund 30.000 Euro zu Buche schlagen. Eine Wasser-Wasser- oder eine Erdwärmepumpe ist wesentlich teurer, da dafür noch Erdbohrungen nötig sind. Deshalb zahlen Eigentümer hier schnell über 40.000 Euro oder gar 50.000 Euro.
Doch bei der Kalkulation ist noch zu berücksichtigen, dass der Staat für den Einbau einer Wärmepumpe einen Zuschuss gewährt, der von der Einkommenssituation des Haushalts abhängt. Der Höchstbetrag beträgt 21.000 Euro oder 70 Prozent der Kosten. Die Beantragung der Förderung erfolgt üblicherweise über den Installateur oder mit Unterstützung eines Energieberaters.












