Erste Trends aus Hessen
Parteien ziehen erste Bilanz – Sorge über AfD-Zuwächse
Aktualisiert am 16.03.2026 – 08:28 UhrLesedauer: 3 Min.
Bei den Kommunalwahlen in Hessen ziehen die Parteien eine erste Bilanz. SPD-Generalsekretärin Koebe sieht Licht und Schatten.
Die CDU ist bei den Kommunalwahlen in Hessen einem Trendergebnis zufolge stärkste Partei geblieben. Sie kam landesweit auf 29,7 Prozent der Stimmen, wie das Statistische Landesamt in der Nacht auf Montag in Wiesbaden bekannt gab. Es folgte die SPD mit 20,2 Prozent. Die AfD gewann an Zustimmung und sicherte sich mit 15,9 Prozent den dritten Platz.
Die Grünen kamen dem Trendergebnis zufolge dieses Mal mit 14,4 Prozent auf den vierten Platz. Die Linke erhielt 5,8 Prozent, die FDP 3,7 Prozent.
Gewählt wurden am Sonntag in Hessen neue Kreistage, Stadt- und Gemeindeparlamente sowie die Ortsbeiräte. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,4 Prozent – nach 50,4 Prozent bei der Wahl vor fünf Jahren.
Hessens SPD-Generalsekretärin Josefine Koebe zeigte sich in einer frühen Bewertung des Wahlsonntags im Land erfreut über „einige gewonnene Bürgermeisterwahlen“ und besorgt über AfD-Zuwächse.
In Offenbach gebe es bei den Trendergebnissen der Kommunalwahlen „helles Licht“ aus SPD-Sicht. Erfreut zeigte sich die SPD-Generalsekretärin auch mit Blick auf die Oberbürgermeisterwahl in Hanau. Dort hat der SPD-Kandidat Maximilian Bieri nach vorläufigen Ergebnissen die Nase vorn und es kommt zu einer Stichwahl mit der Christdemokratin Isabelle Hemsley. AfD-Zuwächse vorwiegend in Nordhessen dagegen bereiteten ihr Sorge, sagte Koebe.
Hessens AfD zeigte sich in einer frühen Bewertung über die ersten Trends bei den Auszählungen erfreut. Die Landessprecher Robert Lambrou und Andreas Lichert erklärten: „Nach den ersten Prognosen sieht es danach aus, dass wir uns mehr als verdoppelt haben. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.“
Lambrou und Lichert bemerkten zu den von ihnen berichteten aktuellen Zuwächsen, es zeige sich, dass die AfD immer besser vor Ort verankert sei. „Die Strategie, uns auszugrenzen und anzufeinden, verfängt immer weniger.“ Die beiden ergänzten: „Mehr AfD-Vertreter in den Kommunalparlamenten bedeuten, dass die Interessen unserer Wähler auch mit mehr Nachdruck vertreten werden.“
In Büdingen in der Wetterau zeichnet sich laut Trendergebnissen für die AfD ein bemerkenswertes Ergebnis ab: Die Partei könnte dort mit 25,4 Prozent der Stimmen stärkste Kraft werden – ein Plus von 19,1 Prozent. Auch in den hessischen Großstädten legte die Partei deutlich zu: In Frankfurt kam sie am späten Abend auf 9,1 Prozent (plus 4,6 Prozent), in Darmstadt auf 9,8 Prozent (plus 5,2 Prozent), in Kassel auf 12,1 Prozent (plus 6,5 Prozent) und in Wiesbaden auf 12,7 Prozent (plus 6,2 Prozent).










