„UberTeuert“
Streit um Fahrpreise: Uber stichelt gegen Stadt Köln
14.03.2026 – 19:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Stadt Köln möchte Mindestpreise für Mietwagenfahrten einführen. Vermittler wie Uber laufen Sturm gegen die neuen Regeln.
Fahrtenvermittler Uber warnt mit einer ungewöhnlichen Aktion vor den geplanten Mindestfahrpreisen für Mietwagen in Köln. Mit der Option „UberTeuert“ zeigt das Unternehmen in seiner App künftig an, wie viel eine Fahrt nach Einführung des Mindestpreises künftig im Stadtgebiet kosten soll. Das Unternehmen rechnet mit durchschnittlichen Mehrkosten von 50 Prozent pro Fahrt.
Die Stadt Köln hatte die Pläne Anfang März veröffentlicht. Ziel ist ein fairer Wettbewerb zwischen Mietwagenfahrern und Taxiunternehmen, die sich bereits seit Längerem an einen Preiskorridor halten müssen. Uber selbst bietet keine Fahrten an, vermittelt allerdings an viele Mietwagenfahrer die nun betroffenen Fahrten über die eigene App. In Deutschland ist das Angebot in 70 Städten verfügbar.
Uber-Deutschland-Chef Christoph Weigler sagte zu den Plänen: „Mit unserer neuen Vermittlungsoption zeigen wir den Nutzern, was die Einführung der Mindestpreise für ihren Alltag bedeutet – denn sie wären von der geplanten künstlichen Verteuerung von Fahrten am härtesten betroffen.“ Er appelliert an Oberbürgermeister Torsten Burmester, die Pläne fallen zu lassen.
Laut Plänen der Verwaltung soll eine Mietwagenfahrt, wie sie beispielsweise über Uber oder Bolt vermittelt wird, künftig mindestens 80 Prozent des Taxitarifs kosten. Eine Taxifahrt über fünf Kilometer kostet tarifgebunden in Köln 19,40 Euro, ein Mietwagen müsste also mindestens 15,59 Euro kosten – und damit deutlich mehr als bisher.
Mit der „UberTeuert“-Option möchte Uber auf die Pläne hinweisen. Bereits bei der Bekanntgabe der Pläne teilte das Unternehmen mit, dass Mietwagen in Köln damit teils teurer wären als in Manhattan oder weiteren europäischen Metropolen. Uber prognostiziert: „Verbraucher würden für eine Durchschnittsstrecke in der Domstadt rund 12 Euro mehr bezahlen als bisher.“
Anfang der Woche hatten an der Deutzer Werft rund 100 Mietwagen-Fahrer gegen die Pläne der Stadt demonstriert. Auch Uber sieht in der Aktion eine Gefahr für lokale Mietwagenbetreiber. Durch höhere Preise würde die Nachfrage sinken, wodurch Existenzen bedroht werden könnten.












