Mutmaßliche Vergewaltigung
Senatorin fordert Aufklärung nach Vorfall in Jugendzentrum
Aktualisiert am 12.03.2026 – 18:00 UhrLesedauer: 1 Min.
In einem Jugendzentrum soll eine 16-Jährige missbraucht worden sein – die Staatsanwaltschaft ermittelt. Schwere Vorwürfe stehen im Raum.
In einem Jugendzentrum in Berlin-Neukölln soll eine 16-jährige Schülerin vergewaltigt worden sein. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) hat daraufhin umfassende Aufklärung vom Bezirk Neukölln gefordert.
Sie habe von dem Fall erst aus der Öffentlichkeit erfahren, sagte Günther-Wünsch bei der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus. Die Aufklärungspflicht liege beim Bezirksamt Neukölln und Bezirksstadträtin Sarah Nagel (Linke), so die Senatorin. Es sei ihre klare Erwartung, dass Bezirk und Jugendamt offenlegten, wer wann informiert war und wie gehandelt wurde.
Günther-Wünsch sagte: „Momentan prüfen wir, ob alle Verantwortlichen, insbesondere die Jugendfreizeiteinrichtung, die Vorgaben und Ausführungsvorschriften zum Kinderschutz eingehalten haben.“
Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt zu dem Vorfall. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung sollen Sozialarbeiter der Einrichtung den Fall nicht an die Polizei gemeldet haben. Im Januar soll die Schülerin laut „Bild“ von mehreren Jungen sexuell belästigt worden sein.
Laut „Bild“ sagte die Betroffene, sie sei bereits im vergangenen Jahr in der Einrichtung vergewaltigt worden. Die Kriminalpolizei soll laut „Bild“ erst von dem Vorfall erfahren haben, als sich die 16-Jährige einer Präventivbeamtin anvertraute. Diese schaltete das LKA ein.
Warum das Jugendamt keine Strafanzeige erstattete, ist bislang offen. Jugendstaatssekretär Falko Liecke (CDU) äußerte laut „Bild“ den Verdacht, Betreuer hätten den Vorfall bewusst nicht gemeldet, um muslimische Täter nicht zu stigmatisieren. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, erwarte sie von Bezirksstadträtin Nagel klare Konsequenzen, so Günther-Wünsch.











