CDU hauchdünn vorne
Neue Umfrage: Kopf-an-Kopf-Rennen in Rheinland-Pfalz
12.03.2026 – 18:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liefern sich CDU und SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ein Skandal um eine beurlaubte Beamtin scheint der SPD kaum zu schaden.
Bei der zweiten Landtagswahl im Superwahljahr deutet eine neue Umfrage auf ein äußerst knappes Rennen hin. Laut einer Erhebung von Infratest dimap liegt die CDU mit 29 Prozent (+1) vorne, dicht gefolgt von der SPD mit 28 Prozent. Die Grünen kommen auf 8 Prozent (–1), die AfD liegt unverändert bei 19 Prozent. Die Freien Wähler erreichen 4,5 Prozent.
CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder will nach 35 Jahren sozialdemokratischer Regierungsführung erstmals die Macht übernehmen und Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ablösen. Schweitzer selbst stellt sich erstmals dem Votum der Wählerinnen und Wähler, nachdem er das Amt im Sommer 2024 von Malu Dreyer übernommen hatte.
Während ihrer Amtszeit hatte Dreyer mehrere Krisen – darunter die Aufarbeitung der Flutkatastrophe sowie Rücktritte und politische Affären – politisch überstanden. Auch Schweitzer scheint bislang kaum unter Druck zu geraten: Die Infratest-Umfrage wurde zwischen dem 9. und 11. März durchgeführt.
Nach derzeitigem Stand wären nur wenige Regierungsbündnisse realistisch. Möglich wären eine große Koalition unter Führung der CDU (Schwarz-Rot) oder unter Führung der SPD (Rot-Schwarz). Die Grünen verlieren weiter an Zustimmung, die FDP würde den Einzug in den Landtag klar verfehlen. Damit hätte auch die derzeitige Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP keine Mehrheit mehr. Ebenso fehlt Rot-Rot-Grün eine rechnerische Grundlage. Theoretisch könnten sowohl CDU als auch SPD mit der AfD eine Mehrheit bilden, doch beide Parteien schließen eine Zusammenarbeit aus.
Für die Umfrage wurden 1534 Wahlberechtigte befragt. Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würden 38 Prozent Alexander Schweitzer unterstützen, während 21 Prozent Gordon Schnieder bevorzugen. In Rheinland-Pfalz wird am Sonntag kommender Woche ein neuer Landtag gewählt. Derzeit regiert dort eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP unter Ministerpräsident Schweitzer.












